© Otto Pötter

 

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Umarmt zählt das Fühlen, nicht das Denken;
umarmt will das Leben uns reich beschenken.
Umarmungen machen glücklich und frei,
sie entfesseln uns staunend wie Zauberei.

Wir können uns wahrlich hier im Leben
Gar nicht genug Umarmungen geben.

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Wer guten Sinn’s hier kommt herein,
der soll uns auch willkommen sein.
Doch wem egal Takt und Manier,
der bleibe draußen vor der Tür.

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An Namen und auch Annahmen
hält das Leben viel parat.
Doch hängt wohl auch in manchem Rahmen
ein schillerndes Falsifikat.

Es war denn auch schon immer so,
die Avantgarde beherrscht den Raum.
Was neu ist strahlt in Glitzershow,
das Seriöse merkt man kaum.

Jedoch mit etwas mehr Bedacht
erwies mit Reu‘ sich offenbar,
dass manches war zu kurz gedacht,
nicht achtend gutes Inventar.

Nicht alles, was sich namhaft gibt,
hält dauerhaft auch die Balance.
Schnell wird dabei was weggeschnippt,
was Haltung gab und Contenance.

Es heißt wohl nicht von ungefähr,
zu prüfen alles im Obwalten;
denn nach wie vor gilt eines sehr,
das Gute würdig zu behalten.

Drum gilt der Rat, erst abzuwägen,
ob es auch trägt, so manch Geheiß –
um nicht den Ast feist abzusägen,
auf dem man sich getragen weiß.

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Wer Unfug trivial hofiert,
verliert.
Im Falle eines Falles
dann oft auch schon mal alles.

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Ordnung, aber keine Diktatur,
Freiheit, doch nicht Anarchie.
Fortschritt ja, nicht aber Unkultur,
Ruhe, aber keine Lethargie.