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Bild: Münsterländische Volkszeitung

Stell dir vor, es geht dir gut

Der Vortrag von Otto Pötter war „einfach klasse!“

Bild: Paul Nienhaus – Münsterländische Volkszeitung

Am 22. März war der Saal des Bürgerzentrums Rheine Süd-West bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Ausführungen von Otto Pötter kamen bei den zahlreichen Zuhörern aus Rheine und Umgebung sehr gut an.

Der Dozent für logotherapeutische Persönlichkeitsentwicklung, auch bestens bekannt durch seine wöchentliche plattdeutsche Kolumne in der Münsterländischen Volkszeitung, gab einen interessanten Einblick in sein bundesweites Wirken in Klöstern und öffentlichen Bildungseinrichtungen. Bei uns war das Thema dieses Vortrages: Stell dir vor, es geht dir gut.

Nicht wenige neigen dazu, vieles im Leben eher kritisch, statt gutwillig zu betrachten. Die daraus resultierenden Bewertungsmaßstäbe beeinflussen das soziale Umfeld, entweder ermutigend oder entmutigend, froh oder frustriert. Die belebende gutwillige Variante erklärte Otto Pötter in diesem beachtenswerten Vortrag. Eine Grundvoraussetzung für gelingendes Leben sei eine wohlwollende Bewusstseinsbildung, getragen von vier richtungsweisenden Pilastern des Lebens:

1. Arbeit als Pflicht und Aufgabe (der Leistungsbereich)
2. Gemeinschaft und Umwelt (Identität und Tradition) 
3. Liebe und Empathie (der Bereich der Sinne) und 
4. Spiritualität (Intuition und Transzendenz).

Pötter zeigte auf, dass eigenverantwortliche Ziele in diesen Bereichen die Vorstellung festigen, dass es einen guten Grund gibt, da zu sein; dass es nicht egal ist was wir tun, sondern das Dasein schlussendlich in einer Sinnverwirklichung gegründet ist. Diese Sinnqualitäten richteten immer wieder auf und verhinderten, am Leben zu verzweifeln. Dass herzerfrischend dabei auch immer der Humor aufleuchtet, bewies der Dozent durch seine lockere und blitzgescheite Art. Dieser Abend wird denn auch noch lange nachwirken. Der Vortrag war „einfach klasse“.

Jörg Prätor, Dorenkamp, 2017

Einblick ist mehr als ein Blick

Ich sehe was, was du nicht siehst

Bild: pixabay

„Auf den ersten Blick“ erscheinen uns die Lebensmuster, die unseren Alltag bestimmen, „ganz einfach“ als gegeben. Dass wir nicht genauer hinschauen, liegt an unserer Brille, durch die wir die Welt sehen und somit der eigene Blick unser Verhalten beeinflusst. Das „hält“ uns oder lässt uns schwanken, es stärkt oder stört die Selbstsicherheit. Um diese Spirale der einseitigen Wahrnehmung zu überwinden, müssen wir schon näher hinschauen, so wie im Spiel: Ich sehe was, was du nicht siehst. Was wohl in den Blick genommen werden könnte, davon handelt dieser interessante Vortrag, er zeigt: Einblick ist mehr als ein Blick. Erst dann ergeben sich aus den gegebenen Lebenssituationen differenzierte Betrachtungsweisen. Vieles ließe sich so lockerer sehen. Der Vortrag vermittelt hierzu gute Anregungen für einen besseren Umgang mit sich selbst und anderen.

Denke gut und schöpfe Mut

Zuspruch und Zuversicht stärken

Bild: pixabay

Den Kopf nicht hängen zu lassen und stattdessen mit Zuversicht das Leben zu gestalten, tut gut. Wie, das zeigt dieser Vortrag. Zwar können uns die Umstände des Lebens manchmal arg zu schaffen machen; dennoch liegt es an unserer Einstellung, wie wir damit umgehen. Entscheidend hierfür sind vier Kraftquellen des Lebens, aus deren Vernachlässigung die meisten Irritationen und Probleme resultieren. Es wird verdeutlicht, dass jeder lernen kann, diese Lebensblockaden zu überwinden. Das befähigt, mit sich und anderen gelassener umzugehen und durch die Befolgung einfacher Verhaltensweisen sein Leben lebenswerter zu gestalten.

Glück ist kein Zufall

Bild: pixabay

Jeder sucht es – und doch entzieht es sich uns oft, das Glück. Warum? Wir erwarten zu viel vom Glück und flüchten dabei in unrealistische Illusionen. Das lässt den Alltag trist erscheinen und verhindert, sich „frisch, fromm, fröhlich und frei“ dem Leben zu stellen. Wenn es uns aber „glückt“, das zu tun, was jeweils „not-wendig“ ist, fühlen wir uns auch wohl. Das setzt Gedankenordnung, Zielklarheit und Zuversicht voraus, denn das sind die Grundsubstanzen des Glücks. Stattdessen wird viel zu oft nur auf den Zufall gesetzt und von einem „Allerweltsglück“ geträumt. Doch statt in der Erfüllung ausgefallener Begehrlichkeiten heißt der Schlüssel zum Glück: Alltagstauglichkeit. Hierzu werden in diesem Vortrag gute Anregungen gegeben.