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Pötter’s Zitate und Aphorismen

Zu Recht heißt es häufig: „Komm auf den Punkt.“ Die Essenz macht es. Auf das Leben bezogen, kann es dafür immer nur eine begrenzte Auswahl geben, die aber dennoch im Wenigen dauerhaft Fülle schenken kann. Es ist eine Fülle von Gedanken, die es wert sind, bedacht zu werden. Vieles davon blieb mir durch meine langjährige Seminar- und Vortragstätigkeit im Bereich der sinnzentrierten Logotherapie nach Viktor E. Frankl präsent. Die Profes. Elisabeth Lukas, William Hoye und Paul Schladoth waren mir dabei durch ihre Vorlesungen und Seminare wertvolle Ratgeber. Nicht zuletzt gilt mein großer Dank Bischof José de Jesús Sahagún de la Parra (Ordinarius in Tula von 1961 bis 1985), der mein Leben über Jahre durch viele persönliche Kontakte vor Ort nachhaltig bereicherte und das insbesondere durch seine Würdigung der kulturellen Vielfalt im Zusammenleben mit indigenen Sitten und Weltanschauungen. Ein Zitat von ihm wurde für mich prägend:

Aunque algo fue dificil: „Fue una experiéncia muy rica.“
War es auch nicht immer einfach: „Es war eine reiche Erfahrung.“

Mehrdeutiges

Zitate und Aphorismen

aus Büchern, Seminaren und Workshops

von

© Otto Pötter

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Bild: Kunstatelier Kargel

 

In jedem Wort steckt mehr,
Mehrdeutiges mit Sinn.
Stellt sich’s vielleicht auch quer,
im Rahmen bringt’s Gewinn.

 

„Otto Pötter geht dem Leben auf den Grund. Er vermittelt zeitlose Lebenskunst und sinnvolle Lebensweisheit. Seine Worte richten auf, seine Zeilen haben verwandelnde Kraft.“ (Heinz Withake, Geistl. Rat em., Münster  1941 – 2021)

Die Kapitel

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Das Leben ist ein Werdegang

Aufgaben

Gesundheit

Werte

Bedenkenswertes

Glaube + Spiritualität

Die Zehn Gebote im Alltagsvers

Das möchte ich

 

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Das Leben
ist ein Werdegang

Bild: pixabay

Wir leben so dahin und nehmen nicht in Acht,
dass jeder neue Tag das Leben kürzer macht.

Ist Schweigen die Sprache der Seele,
so müsste die Stille die Schöpferin des Schöpfers sein.

Sie müssen keine Angst haben zu verkümmern,
Sie lesen ja gerade …

Nicht alles kann schön sein,
aber es kann Freude bereiten,
dann ist es schön.

Sprich nicht von etwas,
was dem Wunsch widerspricht,
dass es sich verwirklicht.

Worte wirken weiter.

Man sollte öfter mal mit seinen Sorgen
ein Wörtchen reden.

Nur jammern macht jämmerlich.

Wundersames oft geschieht,
wenn wunders was im Kopfe blüht.

Erscheinen uns die Krisen auch nicht als sinnvoll,
so können sie doch sinnführend sein.

Vorsicht:
Richtungsänderung ist noch keine Wesensänderung.

Der Anstoß allein bewirkt noch nicht viel,
ich muss mich mitbewegen.

Lebe, wie du schon immer gerne
leben wolltest.

Das Leben macht keinen Urlaub.

Die Zutaten zu einem gelingenden Leben:
Mahnung, Umkehr, Glaube, Verheißung

Erlebnisqualität ist keine Lebensqualität.

Wege ändern sich, Bedürfnisse aber bleiben.

Sich im Licht der Zeit den Zeichen der Zeit zu stellen,
bewahrt davor, dem Zeitgeist zu verfallen.

Kontemplation ist wie Fensterputzen.

Innehalten – Betrachten
Empfinden – Besinnen
Anders weitermachen

Besser als etwas zu greifen ist es,
etwas zu begreifen.

Werden bewirkt Verwandlung;
Verwandlung geschieht
durch Stirb- und Werdeprozesse.

Werden ist Selbsttranszendenz;
es wird etwas mehr,
durch Wahrnehmung und Möglichkeit.

Im Mineral zeigt sich die Schöpfung,
in der Pflanze blüht sie auf,
im Tier wird sie erlebbar
und in uns Menschen
wird sie uns bewusst.

Alles was sich verwirklicht, vergeht.
Aber alles Verwirklichte bleibt.

Die Essenz ist unberührt von der Existenz.

In unserem Verhalten zeigen sich unsere Haltungen.

Hinter jeden, der anders ist,
stehen andere, die sich in ihrer Überheblichkeit
ihre eigenen Mängel und Minderwertigkeitskomplexe
vom Leibe halten.

Außer der freiwilligen Bedürfnislosigkeit
gründet die Armut im Reichtum anderer.

Polarisierung und Populismus sind zwei Seiten einer Medaille,
die den Satan als Kopfprägung hat.

Ich bin für eine Partei,
aber gegen ihre Alleinherrschaft.

Es gibt viele Vorfahrtstraßen,
doch auch Stoppschilder haben ihren Sinn.

Der Weg zur Wahrheit ist mit vielen Irrtümern gepflastert.

Neue Länder entdeckt man nicht auf asphaltierten Straßen.

Fehlt die Kraft der Einsicht und Geduld,
ist das Temperament größer, als die Klugheit.

Im Prinzip ist alles froh und heiter,
gäb’s bloß nicht die Prinzipienreiter.

Es mag ja nett sein, wichtig zu sein,
aber wichtiger ist es, nett zu sein.

Alles im Leben hat seinen Sinn,
doch braucht es einen gewissen Abstand,
um ihn zu erkennen.

Vielfalt belebt das Sinnempfinden,
wo nur ein Sinneseindruck gegeben ist,
wird sein Sinngehalt umstritten.

Es geht nicht um den Sinn selbst,
es geht um die persönliche Sinnfindung.

Im Sinn liegt die höchste Form der Selbstverwirklichung.

Zwar können wir selbst etwas für unsere Zufriedenheit tun,
wir selbst aber können uns nicht glücklich machen.

In der Überwindung des Lustprinzips
durch sinnvolle Beweggründe
liegt Zufriedenheit und Erfüllung.

Nicht was wir gewinnen, sondern was wir ersparen
macht uns reich.

Alles Glück hängt von den Inhalten ab,
die ich wähle – insofern ist es Erfüllung.

Glück liegt im Sich-finden,
Unglück im Sich-verlieren.

Es wird nur anders, wenn wir uns ändern.

Gute Sprüche, weise Lehren,
muss man üben, nicht nur hören.

Wenn der Stolz größer ist als die Toleranz,
bist du auf dem falschen Weg.

Das Wort lebt vom Gedanken,
die Gedanken aber vom Schweigen.

Hintergedanken sind hindernde Gedanken.

Die schlimmsten Katastrophen finden im Kopf statt.

Enttäuschungen sind bittere Antworten
auf falsche Erwartungen.

Das Böse ist das nicht verwirklichte Gute.

Nur wer loslassen kann,
hat sein Leben im Griff.

Unzufriedenheit bewirkt Versuchung;
Versuchung vernebelt die Wirklichkeit.

Laster blendet,
Überwindung leuchtet.

Das Leben ist Entfaltung hin zum Ganzen.

Zufriedenheit ist ein Handlungserfolg;
Glück ist ein Gesinnungserfolg.

Es gibt eine Gehörlosigkeit im Hören,
das Nichtverstehenwollen.

Ich erinnere mich an Gestern;
gestern war aber keine Erinnerung.
An Morgen habe ich gewisse Erwartungen;
doch die Erwartungen sind weder heute noch morgen –
nur was jetzt ist, das ist.

Wenn wir Zeit für etwas verwenden,
was uns anrührt, entdecken wir die Zeitlosigkeit.

Zeit ist die Beziehung des Bewusstseins zum Leben.

Zeitpunkte sind gezählte Quantitäten
mit qualitativen Merkmalen,
die in Zeiträume münden.

Jedes Leben ist ein Zeitraum in der Zeit.

Das Hinausschieben ist der größte Zeitverlust.

Klammern kann auch würgen sein.

Die Gedanken übersteigen Zeit und Materie.

Abschiednehmen ist Charakterkunde

Die sinnvollen Beweggründe
machen uns zuversichtlich und stark.

Wir müssen uns in Betracht ziehen,
um etwas beschaulicher zu leben.

Die Stille lässt uns besser hören.

Es reizt, Außergewöhnliches zu vollbringen.
Das Gewöhnliche aber außerordentlich gut zu vollbringen,
ist Alltagskunst.

Finde etwas für dein Herz –
dann ist die Last nur halb so schwer.

Äußere Erfüllungen
ersetzen nicht das wirklich Gesuchte.

Trifft dich Kummer mal und Schmerz,
gibt’s vielleicht nicht noch nen Scherz?

Wirklich hinter dir steht,
wer sich auch mal vor dich stellt.

Schau nach oben, das erdet dich.

Sei zufrieden, das heißt,
schließe Frieden mit dir selbst.

Niemand kann dir den Frieden nehmen,
wenn du ihn in dir trägst.

Die Passion ist die Versöhnung mit dem Schicksal.

Der Tod macht klar,
dass nichts selbstverständlich ist.

Schau nach vorn, als lebtest du ewig;
Schau zurück, als stürbest du heute.

Wir leben gut,
wenn wir unser Leben mit den Augen derer sehen,
die nach uns kommen.

Das Unsichtbare ist Ursache,
das Sichtbare ist Wirkung.
Das Unsichtbare ist beständig,
das Sichtbare ist vergänglich.

Das Leben überlebt den Tod.

Am Ende wird alles gut,
und wenn es noch nicht gut ist,
ist es noch nicht zu Ende.

Aufgaben

Bild: pixabay

It’s your world,
your chance to make it better!

Die Welt ist nicht heil,
aber immer ein Stück heilbar.

Gabe ist immer Aufgabe zugleich.

Miteinander leben, macht sicher und standfest.
Schwankt der eine, hält ihn der andere.
Doch ab und zu trifft auch, wen wird es wundern,
der eine Fuß den andern;
dann gilt es, einander Platz zu machen.

Ist es nicht wohl so, dass wir vom Frieden deshalb so weit entfernt sind,
weil wir Frieden immer nur von anderen erwarten?

Saubere Hände sind oft leer.

Worauf es ankommt?
Bleibendes leben.

Zukunft wird Auftrag.
Was war, ist unverrückbar.
Was ist, will gelebt werden.
Was sein wird muss aus Vergangenheit und Gegenwart
Orientierung finden.

Ich möchte nicht nur einiges verstehen,
ich möchte davon auch einiges verständlich machen.

Alles Bestehende offenbart viele Möglichkeiten.

Wie die Flüsse ohne Auen
sind die Männer ohne Frauen.

Dem Tüchtigen strahlt sein Gesicht,
denn Glück alleine macht es nicht.

Nicht immer nur wiederholen,
gelegentlich auch überholen.

Im Körper eingeschlossen, berührt der Mensch die Dinge von außen.
Doch was dabei von innen her wirkt, ist das Eigentliche, was mehr vermag.
So ist die Arbeit ein Berühren von außen;
Schaffen aber, ein Durchwirken von innen.

Die bildende Kunst hat die Aufgabe, das Unsichtbare sichtbar,
und die Musik hat die Aufgabe, Empfindungen fühlbar zu machen.

Kunst ist, aus dem Nichts etwas zu machen
und aus Etwas, Großes zu gestalten.

Dichter verschließen sich nicht,
sie haben den Mut, sich zu äußern.

Wer aus sich herausgehen kann,
zeigt, was in ihm steckt.

Habe ich das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun,
belohnt mich mein Leben.

Auf das Durchhalten kommt es an.
Was mit Rucki nicht geht, geht mit Zucki.

Beharrlichkeit stärkt das Wesentliche
und bewahrt vor Zerstreuung und Resignation.

Liebe dich selbst,
dann können dich die anderen gernhaben.

Würde auch die Heimat so gelobt,
wie die fernen Reiseziele,
wäre sie das Paradies.

Regeln strukturieren das Leben,
um sich gegen Widersacher zu schützen.

Was jetzt ist, ist jetzt zu tun.

Wir können nicht nicht wählen.

Wer die Wahl hat, hat die Wahl – nicht die Qual.

Steht der Mensch im Mittelpunkt?
Oder ist er nur Mittel? Punkt.

Statt zu fragen: „Was ist für mich gut?“,
lieber mal fragen: „Wofür bin ich gut?“

Begehrlichkeit erstickt das Gefühl für das Wichtige.

Action ist wichtig,
Besinnung immer richtig.

Helden siegen in der Gegenwart,
Demütige in der Ewigkeit.

In der Tretmühle der Macht
ist niemand unfreier, als ihr mächtigster Führer.

Es ist nicht die eigene Kraft,
es ist eine verliehene Kraft,
aus der wir leben und wirken.

Wir müssen miteinander auskommen
oder wir werden miteinander umkommen.

Was nicht in der Mitte aufgehängt ist,
hängt schief.

Fehlen dem Tag Zeiten des Schweigens und der Stille,
so fehlt es ihm letztlich an Wert und Fülle.

Digitalisierung ist nicht alles,
denn die Landkarte ist nicht die Landschaft.

Die bloße Erfahrung kommt über sich selbst nicht hinaus;
erst die Deutung der Erfahrung inspiriert zur Kreativität.

Verantwortung heißt:
Welche Antwort gebe ich
auf die mir gegebenen Lebensumstände.

Wer eine Nebensache zur Hauptsache macht,
der macht eine Hauptsache zur Nebensache.

Es nutzt nichts, das Loslassen zu üben,
wenn man nicht herausgefunden hat,
was man unbedingt behalten möchte.

Zuviel Wollen vertreibt den Sinn.

Sind Ziel und Sinn nicht identisch,
kann es auf Dauer nicht gutgehen.

Was muss ich lassen,
um gelassener zu werden?

Betend ruhen, schaffend wachen,
redlich handeln und auch lachen,
das lässt locker Großes machen.

Fehlt es mancher Kritik nicht wohl auch an Phantasie?

Wir bleiben solange an Schicksalskräfte gekettet,
bis wir sie umgewandelt haben.

Nicht alles, was gutgeht geht auch gut.

Muße ist das Gegenteil von müssen.
Neu orientieren durch reduzieren.

Das Schiff wird fürs Meer,
nicht für den Hafen gebaut.

Um erwachsen zu werden,
sollte man einmal den Eltern danken
und den Eltern einmal verzeihen;
dann ist der Anker eingeholt,
sonst hängt man im Hafen fest.

Auf einem schwankenden Schiff
fällt um, wer stillsteht.

Umwege erweitern die Ortskenntnis.

Jeden Tag etwas,
aber keinen Tag nichts.

Heiter geht es weiter.

Was habe ich bewirkt?
Das lässt in Ruhe sterben.

Steckt in jeder Todesangst
nicht wohl auch eine Versäumnisangst?