Vortag und Lesung von und mit Otto Pötter

Cover-Ausschnitt „Vom kleinen und vom großen Ich“

Wie wir besser werden, wenn wir kleiner werden – so heißt es im Untertitel zu diesem Buch. Hierzu gibt der Autor an diesem Abend viele wertvolle Anregungen aus seinem reichen Repertoire als Dozent für logotherapeutische (sinnzentrierte) Persönlichkeitsentwicklung. Es geht um die Frage: „Woran halte ich mich, um mich gut zu halten?“ Wissen allein schenkt als Antwort hierauf noch keine Gewissheit. Unser großes Ich (Kopf) erwartet gleich zu viel und kreist um zu viele Bedingungen. Das beeinträchtigt das kleine Ich (Herz und Seele), wodurch unser Wohlbefinden leidet. Gönnen Sie sich an diesem Abend eine kleine Auszeit, um dem Wesentlichen besser auf die Spur zu kommen. Immerhin heißt es in einer Rezension zu diesem Buch: „Einmal umblättern, und die Mundwinkel ziehen sich wieder nach oben.“

Lese – und Vortragsangebote

Zur Stabilisierung der Alltagskompetenz eignen sich meine Lese- und Vortragsstunden auch als Besonderheit zu verschiedenen Anlässen und ebenso zur Mitarbeiterschulung. Auch in Schulen sind sie im Deutschunterricht (Umgang mit der Sprache – Von der Idee zum Buch) oder in den Fächern Lebenskunde und Religion (Woran kann man sich halten, um sich gut zu halten?) eine kognitive Bereicherung, sich auf Ungewohntes einzulassen und das zu hinterfragen, was eine größere Bildungsperspektive ermöglicht.

Zu Recht heißt es häufig: „Komm auf den Punkt.“ Die Essenz macht es. Auf das Leben bezogen, kann es dafür immer nur eine begrenzte Auswahl geben, die aber dennoch im Wenigen dauerhaft Fülle schenken kann. Es ist eine Fülle von Gedanken, die es wert sind, bedacht zu werden. Vieles davon blieb mir durch meine langjährige Seminar- und Vortragstätigkeit im Bereich der sinnzentrierten Logotherapie nach Viktor E. Frankl präsent. Die Profes. Elisabeth Lukas, William Hoye und Paul Schladoth waren mir dabei durch ihre Vorlesungen und Seminare wertvolle Ratgeber. Nicht zuletzt gilt mein großer Dank Bischof José de Jesús Sahagún de la Parra (Ordinarius in Tula von 1961 bis 1985), der mein Leben über Jahre durch viele persönliche Kontakte vor Ort nachhaltig bereicherte und das insbesondere durch seine Würdigung der kulturellen Vielfalt im Zusammenleben mit indigenen Sitten und Weltanschauungen. Ein Zitat von ihm wurde für mich prägend:

Aunque algo fue dificil: „Fue una experiéncia muy rica.“
War es auch nicht immer einfach: „Es war eine reiche Erfahrung.“

Zitate und Aphorismen

aus Büchern, Seminaren und Workshops

von

© Otto Pötter

 

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Bild: Kunstatelier Kargel

 

In jedem Wort steckt mehr,
Mehrdeutiges mit Sinn.
Stellt sich’s vielleicht auch quer,
im Rahmen bringt’s Gewinn.

 

„Otto Pötter geht dem Leben auf den Grund. Er vermittelt zeitlose Lebenskunst und sinnvolle Lebensweisheit. Seine Worte richten auf, seine Zeilen haben verwandelnde Kraft.“ (Heinz Withake, Geistl. Rat em., Münster  1941 – 2021)

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Das Leben ist ein Werdegang

Aufgaben

Gesundheit

Werte

Bedenkenswertes

Glaube + Spiritualität

Die Zehn Gebote im Alltagsvers

Das möchte ich

 

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Bild: pixabay

Sie müssen keine Angst haben zu verkümmern,
Sie lesen ja gerade …

Nicht alles kann schön sein,
aber es kann Freude bereiten,
dann ist es schön.

Sprich nicht von etwas,
was dem Wunsch widerspricht,
dass es sich verwirklicht.

Worte wirken weiter.

Man sollte öfter mal mit seinen Sorgen
ein Wörtchen reden.

Nur jammern macht jämmerlich.

Erscheinen uns die Krisen auch nicht als sinnvoll,
so können sie doch sinnführend sein.

Vorsicht:
Richtungsänderung ist noch keine Wesensänderung.

Der Anstoß allein bewirkt noch nicht viel,
ich muss mich mitbewegen.

Lebe, wie du schon immer gerne
leben wolltest.

Das Leben macht keinen Urlaub.

Die Zutaten zu einem gelingenden Leben:
Mahnung, Umkehr, Glaube, Verheißung

Erlebnisqualität ist keine Lebensqualität.

Wege ändern sich, Bedürfnisse aber bleiben.

Sich im Licht der Zeit den Zeichen der Zeit zu stellen,
bewahrt davor, dem Zeitgeist zu verfallen.

Kontemplation ist wie Fensterputzen.

Innehalten – Betrachten
Empfinden – Besinnen
Anders weitermachen

Besser als etwas zu greifen ist es,
etwas zu begreifen.

Werden bewirkt Verwandlung;
Verwandlung geschieht
durch Stirb- und Werdeprozesse.

Werden ist Selbsttranszendenz;
es wird etwas mehr,
durch Wahrnehmung und Möglichkeit.

Im Mineral zeigt sich die Schöpfung,
in der Pflanze blüht sie auf,
im Tier wird sie erlebbar
und in uns Menschen
wird sie uns bewusst.

Alles was sich verwirklicht, vergeht.
Aber alles Verwirklichte bleibt.

Die Essenz ist unberührt von der Existenz.

In unserem Verhalten zeigen sich unsere Haltungen.

Hinter jeden, der anders ist,
stehen andere, die sich in ihrer Überheblichkeit
ihre eigenen Mängel und Minderwertigkeitskomplexe
vom Leibe halten.

Außer der freiwilligen Bedürfnislosigkeit
gründet die Armut im Reichtum anderer.

Polarisierung und Populismus sind zwei Seiten einer Medaille,
die den Satan als Kopfprägung hat.

Ich bin für eine Partei,
aber gegen ihre Alleinherrschaft.

Es gibt viele Vorfahrtstraßen,
doch auch Stoppschilder haben ihren Sinn.

Der Weg zur Wahrheit ist mit vielen Irrtümern gepflastert.

Neue Länder entdeckt man nicht auf asphaltierten Straßen.

Fehlt die Kraft der Einsicht und Geduld,
ist das Temperament größer, als die Klugheit.

Im Prinzip ist alles froh und heiter,
gäb’s bloß nicht die Prinzipienreiter.

Es mag ja nett sein, wichtig zu sein,
aber wichtiger ist es, nett zu sein.

Alles im Leben hat seinen Sinn,
doch braucht es einen gewissen Abstand,
um ihn zu erkennen.

Vielfalt belebt das Sinnempfinden,
wo nur ein Sinneseindruck gegeben ist,
wird sein Sinngehalt umstritten.

Es geht nicht um den Sinn selbst,
es geht um die persönliche Sinnfindung.

Im Sinn liegt die höchste Form der Selbstverwirklichung.

Zwar können wir selbst etwas für unsere Zufriedenheit tun,
wir selbst aber können uns nicht glücklich machen.

In der Überwindung des Lustprinzips
durch sinnvolle Beweggründe
liegt Zufriedenheit und Erfüllung.

Nicht was wir gewinnen, sondern was wir ersparen
macht uns reich.

Alles Glück hängt von den Inhalten ab,
die ich wähle – insofern ist es Erfüllung.

Glück liegt im Sich-finden,
Unglück im Sich-verlieren.

Es wird nur anders, wenn wir uns ändern.

Gute Sprüche, weise Lehren,
muss man üben, nicht nur hören.

Wenn der Stolz größer ist als die Toleranz,
bist du auf dem falschen Weg.

Das Wort lebt vom Gedanken,
die Gedanken aber vom Schweigen.

Hintergedanken sind hindernde Gedanken.

Die schlimmsten Katastrophen finden im Kopf statt.

Enttäuschungen sind bittere Antworten
auf falsche Erwartungen.

Das Böse ist das nicht verwirklichte Gute.

Nur wer loslassen kann,
hat sein Leben im Griff.

Unzufriedenheit bewirkt Versuchung;
Versuchung vernebelt die Wirklichkeit.

Laster blendet,
Überwindung leuchtet.

Das Leben ist Entfaltung hin zum Ganzen.

Zufriedenheit ist ein Handlungserfolg;
Glück ist ein Gesinnungserfolg.

Es gibt eine Gehörlosigkeit im Hören,
das Nichtverstehenwollen.

Ich erinnere mich an Gestern;
gestern war aber keine Erinnerung.
An Morgen habe ich gewisse Erwartungen;
doch die Erwartungen sind weder heute noch morgen –
nur was jetzt ist, das ist.

Wenn wir Zeit für etwas verwenden,
was uns anrührt, entdecken wir die Zeitlosigkeit.

Zeit ist die Beziehung des Bewusstseins zum Leben.

Zeitpunkte sind gezählte Quantitäten
mit qualitativen Merkmalen,
die in Zeiträume münden.

Jedes Leben ist ein Zeitraum in der Zeit.

Das Hinausschieben ist der größte Zeitverlust.

Klammern kann auch würgen sein.

Die Gedanken übersteigen Zeit und Materie.

Abschiednehmen ist Charakterkunde

Die sinnvollen Beweggründe
machen uns zuversichtlich und stark.

Wir müssen uns in Betracht ziehen,
um etwas beschaulicher zu leben.

Die Stille lässt uns besser hören.

Es reizt, Außergewöhnliches zu vollbringen.
Das Gewöhnliche aber außerordentlich gut zu vollbringen,
ist Alltagskunst.

Finde etwas für dein Herz –
dann ist die Last nur halb so schwer.

Äußere Erfüllungen
ersetzen nicht das wirklich Gesuchte.

Trifft dich Kummer mal und Schmerz,
gibt’s vielleicht nicht noch nen Scherz?

Wirklich hinter dir steht,
wer sich auch mal vor dich stellt.

Schau nach oben, das erdet dich.

Sei zufrieden, das heißt,
schließe Frieden mit dir selbst.

Niemand kann dir den Frieden nehmen,
wenn du ihn in dir trägst.

Die Passion ist die Versöhnung mit dem Schicksal.

Der Tod macht klar,
dass nichts selbstverständlich ist.

Schau nach vorn, als lebtest du ewig;
Schau zurück, als stürbest du heute.

Wir leben gut,
wenn wir unser Leben mit den Augen derer sehen,
die nach uns kommen.

Das Unsichtbare ist Ursache,
das Sichtbare ist Wirkung.
Das Unsichtbare ist beständig,
das Sichtbare ist vergänglich.

Das Leben überlebt den Tod.

Am Ende wird alles gut,
und wenn es noch nicht gut ist,
ist es noch nicht zu Ende.