© Otto Pötter

 

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Das Kleine ist oft eine Hülle,
die Großes unerkannt enthält;
doch braucht Interesse es und Stille,
damit es auch erhellt und hält.

Die Wurzeln, tief verzweigt vom Baum,
sind Grund dafür, dass er nicht bricht.
Sieht man sie auch so gut wie kaum,
der Baum wächst durch sie hin zum Licht.

Auch ihr, seid helle, heiter, fleißig;
achtet das, was scheinbar klein.
Geringes ist oft unermesslich,
Grobes in sich oft sehr fein.

Im Kleinen Großes zu beachten,
erschließt den Sinn von dem, was ist.
Was immer wir auch so betrachten,
erscheint gleich klarer, nicht mehr trist.

Doch kann nur Gott zum Guten wenden,
was auch mal plagt; Er macht uns froh.
Ja, ob wir leben oder enden:
« Laus et honor Domino! »

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Verdrießlich ist die Langeweile,
man lebt und weiß doch nicht wofür.
Der Müßiggang kennt keine Eile
Und noch viel weniger Pläsier.

Verlor’ne, ungenutzte Zeit
bringt nur Verdruss und Widrigkeit.

Liegt nicht in jeder Lebenslage
Die Chance zur sinnerfüllten Tat?
Verstummt nicht selbst die größte Klage,
wenn man sein „Ja“ gesprochen hat?

Nur in beherztem Streben
wird unsrem Leben Sinn gegeben.

Gelegenheiten aller Arten
ergeben sich, wenn man nur will.
Viele sind’s, die auf uns warten,
geduldig, hoffnungsfroh und still.

Uns bleibt, wir sollten’s stets bedenken,
im Leben nur, was wir verschenken.

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Der Worte Spur
führt zur Kultur
oder Tortur.

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Klagen
bringen neue Plagen.
Angst jedoch zerbricht,
an glaubensstarker Zuversicht.
Das lässt zuversichtlich Gutes wagen –
auch gar noch in schweren Tagen.

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Bist du traurig, hast du Sorgen?
Kann ich dir mein Lächeln borgen.
Nimm es nur und nütz es gut,
dass es gute Wirkung tut.

Hilft es dir und bringt’s dir Glück,
dann bring’s mir irgendwann zurück.