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Gesundheit

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Wer innehält, hält das Innere.

Leitet die Gesundheit den Blick nach außen,
so leitet ihn die Krankheit nach innen.

Die Gesunden und die Kranken
haben zweierlei Gedanken.

Krankheit ist ein Korrektiv.

Will der Kopf zwei Schritte tun,
stolpert das Herz.

Gesunde Fundamente:
Maß, Ordnung und Zeit.

Stress ist keine Frage der Zeit,
er ist eine Frage des Lebensstils.

Was aus dem zeitlichen Rahmen fällt,
fällt von Natur aus durch.

Ob wir alt oder jung sind:
Die Augenblickshingabe überhöht allerlei Beschwerden.

Was im Dienst einer ersprießlichen Lebendigkeit geschieht,
ist auch immer gesund und kann keine Qual sein.

Zuversicht und Frohsinn
sind die Zeichen geistig seelischer Gesundheit.

Ein böses Wort kann Gesunde krank machen;
ein gutes Wort aber kann Kranke gesund machen.

Zur Gesundheit gehört unbedingt auch
eine Hygiene des Geistes und der Seele.

Das wichtigste Gut ist die Gesundheit,
ihre Quelle aber ist der Sinn.

Jedes Symptom verweist auf eine Bedeutung,
diese aber bedarf einer Deutung.

Heilung ist mehr ein Prozess,
als eine Reparatur.

Jede Heilung bewirkt eine Wandlung.

Stille reinigt das Innenleben.

Wer allein sein kann,
ist nie einsam.

Glaube, Hoffnung und Liebe
überwinden Schwermut, Angst und Sorgen.

Wahrnehmen – Annehmen.
Nach oben abgeben.

Die Seele offenbart uns mehr,
als der Verstand uns sagen kann.

Mit einer der Ursachen seelischer Krankheiten
ist die Dankbarkeitsvergessenheit.

Im Inneren der Erinnerung verbirgt sich oft ein Schatz.

Sich seinen Überschuss an Unverdientem bewusst zu machen,
weckt in schweren Stunden heilende Kräfte.

Wer dankbar ist, hat Berührung mit den Sinngehalten des Lebens,
deshalb kann er nicht gleichzeitig unglücklich sein.

Das Bewusstwerden der hellen Seiten unseres Lebens,
lässt uns die dunklen Seiten besser ertragen.

Die Menschen werden oft schnell unglücklich,
weil sie schnell glücklich werden wollen.

Bewusster leben belebt.
Sich ausleben verlebt.

Durch Reizüberflutung schrumpft die emotionale
und verkümmert die soziale Intelligenz.

Aktivität ohne Spiritualität
mündet in blindem Aktivismus.

Je tiefer das verborgene Minderwertigkeitsgefühl,
umso höher und aufdringlicher das Geltungsbedürfnis.

Was hinter der Maske eines demonstrativen Ideals auftritt,
ist in Wirklichkeit ein hoffärtiges Ich.

Jeder Hassende
ist ein verzweifelt Liebender.

Der Psychopath wird von der Angst geprägt, schuldig zu sein –
ohne diese Angst konkretisieren zu können.

Luftschlösser sind schön,
aber man kann nicht in ihnen wohnen.

Je sinnentleerter das Leben,
umso bedrohlicher wirken fiktive Ängste und Sorgen.

Uns belebt und stärkt ein sinnvolles Ziel.
Wir wollen das Beste und doch nicht zu viel.

Der Sinn belebt den Geist
und erwärmt Herz und Seele.

Solange wir von etwas erfüllt sind,
wofür zu leben es sich lohnt,
solange sind wir gut zufrieden.

Wir sprechen von einem Menschen,
der von allen guten Geistern verlassen ist,
wenn sein Intellekt nicht über das Fehlen
einer Charakter- und Herzensbildung hinwegtäuschen kann.

Einem um sich selbst kreisenden Ankläger
hilft nur der eigene Klärungsprozess;
er wird sonst sich selbst und anderen zur Qual
und irgendwann zur Gefahr.

Seelische Verarmung
ist eine Verarmung an Gemütswerten.

Immer nur sich selbst verwöhnen
fördert Missmut, Zwist und Stöhnen.

Wer vor sich selbst wegläuft,
wird krank.

Gutes tun, tut gut.

Weniger: „Ich sage mir …“
Mehr: „Ich höre mir mal zu.“

Was uns oft fehlt,
ist ein Selbstzuwendungstag.

Der Kopfsalat hat es gut,
er hat das Herz im Kopf.

Wenn wir durch unser Empfinden
nicht genug Seelennahrung bekommen, leiden wir.

Was die Blüte einer Blume uns sagen kann,
kann kein Arzt uns verordnen.

Im Einklang mit der Schöpfung
erfahren wir Kraft, Trost und Stärke.

Die Natur vernichtet nichts,
ohne daraus Neues zu schaffen.

Leben ist ein Wunder,
über das Gott selbst sein „Sehr gut“ gesprochen hat.

In einem bejahenden Glauben
liegen heilende Kräfte.

Das zweite Leben beginnt mit der Erkenntnis,
dass man nur eines hat.

Ob nur Not beten lehrt?
Nein, sicher auch Freude und Dank,
sonst würde uns das Glück verwehrt
und wir würden krank.

Werte

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Die Werte, an die wir uns halten,
halten und erhalten uns.

Nur Werte ermöglichen es uns,
über uns selbst hinauszuwachsen.

Es braucht einen guten Grund,
um nicht zugrunde zu gehen.

Wenn dahinter nichts vermutet wird,
springt keiner über seinen Schatten.

Gründet das Streben zum Guten nicht in dessen Sinnhaftigkeit,
schließt es den Menschen in sich selbst ein.

Die eigene Gesinnung entscheidet
über die Willensrichtung.

Äußere Einflüsse
sind die Geburtshelfer inneren Wachstums.

Man sollte sich öfter einmal fragen,
wo Leben unter schwierigen Umständen geglückt ist.

Wir verlieren die geistige Freiheit,
wenn wir nicht mehr auf die geistige Würde achten.

Es gibt eine Kreisbewegung
zwischen Glauben und Vernunft.
Der Kreis schließt sich mit dem Gewissen.

Verantwortung heißt: Antwort geben
auf die mir gegebenen Lebensumstände.

Die Vernunft ist das Tor zum Gewissen.

Das Gewissen ist die unleugbare Vernehmung
eines höheren Anspruchs, der in Verantwortung mündet.

Ist Wissen auch verfügbar,
so ist das Gewissen unverfügbar.

Wissen ist nicht trennbar vom Gewissen.

Sinn ist nicht Wissen,
sondern Vertrauen.

Setzt das Gewissen Erkenntnis voraus,
formt der Wille den Charakter.

Lüge ist zuallererst Selbstbelügung
gegen die bessere Einsicht des Gewissens.

Einer bösen Handlung
kann niemals ein gutes Motiv untergeschoben werden.

Sein und Sinn
sind nicht voneinander zu trennen,
beiden gemein aber ist das Sollen.

Sollen heißt,
mit den eigenen Gaben und Beweggründen
dem Ganzen etwas schuldig zu sein.

„Sollen“ bedeutet die Einsicht, dass das gute Handeln
vom Wesenskern des Menschen angetrieben ist.

Erst wenn hinter dem Hindernis etwas aufleuchtet,
ist es schon so gut wie überwunden.

Nur das Herz
ermöglicht uns eine Ahnung von dem,
worüber wir uns den Kopf zerbrechen.

Es gibt nicht nur eine Erbsünde, es gibt auch eine Erbtugend:
Es ist der Gewissensantrieb.

Eine geprüfte Überzeugung wirkt doppelt.

Unser Charakter
schützt uns gegen das Zertretenwerden.

Die Wahrheit
ist das Gegenteil von Beliebigkeit.

Die Wahrheit hat einen Beweischarakter auf etwas Ursächliches,
sonst wäre sie keine Wahrheit.

Die Wahrheit hat es in sich,
aus sich heraus zu wirken.

Ketzer
schneiden aus der Wahrheit etwas heraus
und verabsolutieren es.

Vorurteile sind Einengungen der Wirklichkeit.

Die Sitte schützt uns davor,
nicht an uns selbst zu verfallen.
Eine Moral ohne innere Zustimmung führt zur Neurose.

Hinter jeder Klage
steckt ein blockiertes Wertbewusstsein.

Aus dem Reich der Werte
erhalten die Möglichkeiten ihre Qualität.
Möglichkeiten aber erfordern Langmut und Geduld.

Die Geduld ist
eine nach innen hin gerichtete Tapferkeit,
die durch Langmut lange Mut gibt.

Nichts ist für sich allein nur gut.

Wo Zank und Streit, da ist Partei,
zugleich damit Rechthaberei.

Stets ist das Böse wider den Sinn,
je böser, desto wahnsinniger.

Die Ignoranz von Gemütswerten
führt zur Verrohung.

Immer umschmeicheln die negativen Kräfte das große Ich.

Drängt es der Demut, liebend zu leben,
verzehrt sich der Hochmut, nach Geltung zu streben.

Mit fehlender Ehrfurcht beginnt die Furcht.

Das Erwürgen der Liebe
beginnt mit der Ehrfurchtslosigkeit.

Freiheit ist mehr
als eine Auswahl an Handlungen,
sie gründet sich in stabilen Haltungen.

Es geht nicht darum, „frei“ von etwas zu sein,
sondern frei für etwas zu werden.

Frei werden wir nur in einem geordneten Leben
mit festen Strukturen.

Jedes Ideal ist bedroht
von voreiligen Deutungen.

Sensationslust
ist geistige Energieverschwendung.

Gute Vorsätze
können einem auch den Spaß
an schlechten Gewohnheiten verderben.

Wie schal wäre das Leben,
ohne die Lust am Schönen.

Das Streben nach Glück macht glücklich.

Glück hängt nicht davon ab,
was man hat, sondern was man ist.

Nicht Glück haben,
Glück empfinden, darauf kommt es an.

Kultur ist die Art und Weise,
wie der Geist sich lichtet.

Es lässt sich mit Widersinnigem
oft gut etwas versinnbildlichen.

Jemand ist gebildet,
wenn er sich an den Kulturgütern
erfreuen kann und sie noch bereichert.

Blick nicht zurück im Zorn,
blick ein Stück nach vorn.

Die Höflichkeit
schmückt den Eingang des Hauses

Großmut
ist der Mut zum Vertrauensvorschuss.

Das Glück ist fragil,
der Sinn ist stabil.

Die Dialogfähigkeit
setzt Standfestigkeit voraus.

Toleranz
ist Achtung durch Selbstachtung.

Klugheit zeigt sich darin,
etwas im Licht der Zeit zu betrachten,
die Dummheit darin,
es dem Zeitgeist zu opfern.

Der Genügsame lässt los und gewinnt alles,
der Anspruchsvolle ist auf sich fixiert
und verliert alles (Joh 12,25).

In der Einfachheit liegt die Quelle
der Wertschätzung und Freude.

Die Bescheidenheit
scheidet Sinn vom Unsinn.

Vergebung ist nie vergeblich.

Der Sinn ist vergleichbar mit der Achse eines Wagens,
die trägt und trägt, und nur so, immer wieder tragend,
Belastung und Bewegung ermöglicht.

Der Leben wird unerträglich, ohne Sinn.

Weisheit ist die Kunst, bewusst zu leben
und aus Verlusten Gewinne zu ermöglichen.

Die Demut streckt sich nach dem Licht
in der Dunkelheit.

Liebe heißt: Ja sagen können.

Das Gebot ist ein Angebot,
um in Ordnung zu sein.

Religiosität ohne bejahende Einsicht
unterjocht die Seele.

Von Zeit zu Zeit kommen Menschen in die Welt,
die es ermöglichen,
das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Während die Freude oft flüchtig ist,
kann die Traurigkeit
auch hellhörig machen für mehr.

Hilfe im Sterben ist würdevolle Begleitung;
Hilfe zum Sterben, rigide Tötung.

Wir wissen zwar, dass wir sterblich sind,
aber wir leben nicht danach.

Bedenkenswertes

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Auch der Zweifel
ist nicht frei vom Zweifel.

Steckt nicht wohl in jedem Baum
auch ein Traum vom Purzelbaum?

Wie die Flüsse ohne Auen
sind die Männer ohne Frauen.

Wenn ich mit mir allein bin,
sind wir da nicht schon zu zweit?

Der Egoist bewahrt sich,
statt sich zu bewähren.

Steht der Mensch im Mittelpunkt?
Oder ist er nur Mittel? Punkt.

Nur die Demut hält den Dämon auf Distanz.
Ohne Demut steuern Intelligenz, Wissenschaft und Forschung
auf die Apokalypse.

So wichtig der Wille auch ist,
kürt er nur sich selbst, entsteht Willkür.

Je mehr Abstand ich zu mir selbst einnehme.
umso mehr Freiheit gewinne ich.

Freiheit ohne Ideal wird zur Ausschweifung
und endet im Verdruss.

Der Dämon lauert im Absoluten.

Was stimmt,
ist nicht zugleich auch immer stimmig.

Das beste Bildungsferment
ist der Blick auf die Folgen.

Klaffen Wissen und Gewissen auseinander,
laviert das Wissen nur mittels Kulissen.

Ein Gewährenlassen ist noch kein Geltenlassen,
ein Gestatten noch kein Stattgeben,
aber es sind Annäherungen hin zur Mitte.

Die Deutung geht der Bedeutung voraus.

Denken ersetzt nicht das Lenken,
Danken aber verhindert das Wanken.

Unterdrückt der Verstand die Begeisterung,
lauert auf kurz oder lang die Schwer-Mut.

Wird der Trieb zum Vertrieb,
wird er zum Widersacher des Lebens.

Fehlt es am Tag an Schweigen und Stille,
so fehlt es ihm letztlich an Wert und Fülle.

Ausleben ver-lebt.
Enthaltung be-lebt.

Das Zauberwort für Liebe heißt: Für dich.
Das Zauberwort der Triebe heißt: Für mich.

Ein Satz kann oft nur ein Ansatz sein.

Die Realität
und deren distanzierte Betrachtungsweise
mündet in schlüssigen Folgeerkenntnissen.

Berufung braucht keine Bewerbung.

Wird Toleranz zur Indifferenz,
ist zu viel Hefe im Teig.

Neutralität ohne Ant-Wort
offenbart Unmündigkeit.

Nur gegenseitige Rücksichtnahme ermöglicht Freiheit.

Die Klugheit baut Brücken
zwischen Realität und Ideal.

Ein gutes Wort möchte etwas einfangen,
was jenseits vieler Worte liegt.

Spricht die Seele,
wird ihr nur allzu schnell widersprochen.

Das Gleichnis ist als Sinnbild
die einzige Form, in der es möglich ist,
Unaussprechliches anzudeuten.

Der Neugierige sucht nicht nur neue Erkenntnisse,
sondern er rührt nur in diesen Erkenntnissen herum,
ohne sie in einen größeren Zusammenhang zu stellen.

Wir sind nicht das Gute selbst,
sondern nehmen nur daran teil.

Das Schöne sucht die Faszination
des Ewigen in der Wirklichkeit.

So wenig wir wissen, woher Geist und Kultur stammen,
wissen wir, wohin sie streben und was sie letztlich bewirken.
Für beide ist der Kosmos offen. Der Geist ist nicht erdenschwer.

Der Mensch lebt quasi als ein Doppelwesen,
das, wie durch eine Verpuppung,
eine höhere Form der Existenz in sich birgt.

Philosophie
ist nicht in erster Linie die Liebe zur Wahrheit,
sondern eine Liebe zur Weisheit.

Erst das Bekenntnis
macht aus der Erkenntnis einen Wert.

Eben weil wir uns unsere Gottähnlichkeit selbst zuerkennen,
müsste uns der Zustand unserer Welt beschämen.

Wenn wir uns als Geschöpfe bezeichnen,
setzt das einen Schöpfer voraus.

Wenn wir von Naturgesetzen reden,
stellt sich die Frage nach dem Gesetzgeber.

Schraube und Mutter sind wichtig.
Aber sie wissen nichts von der Maschine.

Wenn wir andere verletzen, erzeugen wir Situationen,
in denen wir niemals geistigen Frieden finden.

Zwischen Ja und Nein
war es oft eine Kurzatmigkeit,
sich für sein Ideal totschlagen zu lassen.

Wer Lug und Trug hofiert,
verliert.
im Falle eines Falles
alles.

Wird Schuld vernebelt, ist die Hölle los.

Die Psychosklerose
sucht die Tat außerhalb des Täters.

Ohne Charakterbildung kein Friede; denn:
Alle politischen Katastrophen
gehen auf Lug und Betrug zurück.

Auch ein Nichttun kann schuldig machen.

Wenn wir aufhören, die Fehler und Leiden
unseres Lebens wegzuwünschen,
wird Unmögliches möglich.

Der Bekennermut erfordert eine Haltung,
die hält, was sie verspricht.

Das Martyrium zeigt,
dass es kein Heil ohne die Wahrheit gibt.

Weil die Sehnsucht die Liebe treibt,
wirkt die Liebe über die Vernunft hinaus.
Tapferkeit ist eine Zu-Mutung,
die aus gutem Grund auch immer bestanden sein will.

Je mehr das große Ich wuchert,
umso rücksichtsloser wird das Verlangen.

Erwartungen sind Regungen des Herzens;
sie setzen ein Wartenkönnen voraus.

Mit der Uhr in der Hand
betrügen wir uns um die Fülle der Zeit.

Keiner kann das kommende Leben
schon heute auf einmal leben.

In allem steckt mehr.

Das Licht hat keine Farbe, aber
ohne Licht gibt es keine Farbe.

Unverhofftes schenkt neue Hoffnung.

Trauer ist der Preis der Freude.

Leid verbindet oft zum Glück.

Der Mensch ver-endet nicht,
sondern voll-endet sich.

Nahtoderlebnisse
sind keine Nachtoderlebnisse.

Das Sterben liegt kurz vor dem Ziel,
der Tod dahinter.

Der Tod wird mit der Geburt mitgeboren;
er ist am Ende kein Umbringen,
er ist ein Vollbringen.

Verstorbene gehen nicht nur weg,
sie kommen auch an.

Glaube + Spiritualität

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Wir leben in einer Welt
mit vielen Wirklichkeiten (Wahrheiten);
die alle auf eine ursächliche
Wirklichkeit hinweisen (Weisheit).

Viel Wissen schenkt noch keine Gewissheit.

Glaube baut auf das Vertrauenkönnen,
auf Glaubensinhalte mit prädikativen Aussagen,
die in einem Bekenntnis münden
und sich in Symbolen zu verdeutlicht suchen.

Wir leben Wand an Wand
mit dem Absoluten.

Gott wirkt durch Zweitursachen:
Schöpfung, Natur und Kreatur.

Als Menschen
stehen wir mit den Füßen auf der Erde
und berühren mit der Stirn den Himmel.

Man kann ohne Gott leben,
mit ihm aber lebt es sich besser.

Wenn ich davon ausgehen kann, im Leben geleitet zu sein,
so bedarf es meinerseits eine Einwilligung ins Geleitetsein.
So fügt sich der eigene Wille in die Synchronisation mit dem Höheren.

Alles bleibt sich gleich
und doch ist im Licht des Glaubens
alles gleich ganz anders.

Die größten seelischen Kräfte
sind das Staunen und die Erschütterung.

Von Heiligem geht Heil aus, das erschüttert.

Sich von Berührtem anrühren zu lassen,
gleicht einem Gebet.
Dabei scheint das Unberührbare durch.

Gebet und Gesang sind das Einatmen der Seele;
Stille und Schweigen das Ausatmen.

Der Glaube ist nicht das Heil,
er ist der Weg zum Heil.

Wer wäre schon mit seinem Glauben fertig?
Mit einem fertigen Glauben
kann ich andere fertig machen,
mit einem suchenden andere besuchen.

Hoffnung und Zuversicht
gibt es nur für die Nichtfertigen,
für die Suchenden, die darauf vertrauen,
dass das Wesentliche noch kommt.

Glaube und Liebe
sind Motivationen des Künftigen,
was heute wirkt.

Besser glauben, als grübeln.

Angst zerbricht
an glaubensstarker Zuversicht.

Je ungewisser das Empfinden,
umso notwendiger das Gebet.

„Amen“ ist oft das beste Wort.

Gott wird’s schon wenden ohne Klag,
Gott sei gepriesen, Tag um Tag.

Was unser Leben so anstrengend macht?
Wir vergessen die Gnade.

Wer das Leben in sich sprechen hört,
wird vom Gerufenen zum Berufenen.

Der Glaube macht gelassen,
weil man sich im Letzten dem Absoluten überlassen kann.

Glauben ist immer ein Schritt von sich weg – hin zu etwas;
etwas, was über uns hinausweist.

Der Glaube wirkt nicht hypothetisch,
er will nicht aufgeschoben oder nur bei Gelegenheit besonders erhoben sein,
nein, er will ganz einfach eingewoben sein im Hier und Jetzt.

Die Mythologie ist der Ursprung der Geschichte –
und der Weitsprung in die Geschichte …

Wer von Gott spricht,
muss nach vorne hin offen sein.

Welt und Schöpfung sind nicht,
sie werden.

Das Heil ist nicht für alle gleich,
jeder ist ununterbrochen am Heil mitbeteiligt.

Wer glaubt, braucht keine Beweise,
Hinweise genügen ihm.

Mystische Erfahrungen
brauchen keine Erklärungen.

Gott offenbart sich mehr in dem,
was er nicht ist, als in dem, was er ist.

Wer meint, viel von Gott zu wissen,
verfehlt ihn.

Religion darf keine geordnete Magie sein.
Die Magie verfällt dem Wahn,
Gott in die Verfügungsgewalt des Menschen zu bekommen.

Fehlt dem Glauben die innere Gewissheit,
hat der Aberglaube leichtes Spiel.

Gott gibt seine Gnade nicht auf Vorschuss.

Brechen stärkende Obervorstellungen,
drängen furchterregende Untervorstellungen nach oben.

Nicht Gott hört auf, Gott zu sein,
weil angeblich die Menschen seiner nicht bedürfen,
wohl aber wird der Mensch weniger Mensch,
wenn er glaubt, ohne Gott, Mensch sein zu können.

Im Prozess gegen Gott
macht man sich selbst zum Götzen.

Wer Religion bekämpft,
schlägt sich den Kopf am Sinn des Lebens.

Je mehr du Sinn erklären willst,
je mehr Unsinn kommt dabei heraus.

Sinnverlust ist die Obdachlosigkeit der Seele.

Ohne das Licht
wäre die Sehkraft bedeutungslos.

Wahrheit in der Religion bleibt unaussprechlich.
Sie ist nicht im Kopf zu finden, sondern im Empfindfen (Joh 18,38).

Frömmigkeit ist die Treue im Glauben.

Mystiker werden deshalb oft überhört,
weil sie unerhört fromm sind.

Gläubige sind wie Magnetnadeln;
man mag sie drehen wie man will,
sie wenden sich dem einen Pol zu.

Möglichkeit und Wirklichkeit
ziehen sich gegenseitig an.

Glaube und Sinn sind heilende Fiktionen,
die jenseits dessen liegen,
was Wissenschaft und Vernunft dem Menschen geben können.

Gott ist Stütze mir und Licht;
Gottes Geist verlässt mich nicht.

Propheten verkünden Gottes Auflehnung
gegen Schande und Ungerechtigkeit.

Was soll die Kirche sein?
Eine heilsame Widerstandsbewegung
gegen die Gleichgültigkeit der Welt.

Jede Sünde wurzelt in einem Mangel an Selbsterkenntnis,
indem man sich etwas anmaßt,
was einem gar nicht zusteht.

Sünde ist vor allem auch
eine christliche Verschlafenheit
gegen den Zynismus der Welt.

Wird die Sünde geleugnet,
feiert der Teufel fröhliche Urständ.

Sünde ist der Widerspruch
zur eigenen Vernunft.

Es ist wider die Natur,
irgendwann nicht mehr sein zu wollen.

Seligkeit keimt aus der Seele;
sie ist mehr als Harmonie.

Das irdische Sterben
ist die himmlische Geburt.

Wird uns der Tod zum göttlichen Geheimnis,
können wir getrost das Zeitliche segnen.

Der Tod ist nicht das Ende,
sondern die Wende.

Ist von Gott die Rede,
ist das Ende der Sprache erreicht.

Die Zehn Gebote im Alltagsvers

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Ich bin dein Gott, dein Schutz und Schild,
drum achte das, was jeher gilt.
Halte stets in gutem Lote,
diese Meine Zehn Gebote:

1. Vergötter keine Macht der Welt;
lass Mich dir treu zur Seite stehn.
Ich bin dein Gott, der dich stets hält,
mit Mir wirst du nie untergehn.

2. Was Mich betrifft, halt treu in Ehr‘;
bekenne achtsam Meinen Namen.
So offenbart sicher immer mehr
der Sinn. Sag du dazu dein Amen.

3. Verrenn dich nicht im Übermaß
in Arbeit, Stress oder Klimbim.
Tu gern auch für die Seele was,
drum sei der Sonntag dir Gewinn.

4. Seid einander zugetan
als Vater, Mutter oder Kind.
Nehmt euch auch gern mal in den Arm,
so dass die Liebe wieder stimmt.

5. Halte an dich, niemals morde!
Leben ist das höchste Gut.
Achte Pflanzen, Tiere, Worte;
sei vor Rufmord auf der Hut.

6. Breche nicht den Ehebund
leichthin aus zügelloser Gier.
Befasse dich auch nicht mit Schund,
bewahre dir ein Ehrgespür.

7. Lass liegen, was dir nicht gehört.
Raub und Stehlen bringt kein Glück.
Auch Raffgier ohne Rücksicht stört
und macht kaputt nur, Stück für Stück.

8. Dein Wort sei ehrlich stets und klar,
nicht zweischneidig oder gerissen.
Ist das, was du sagst fair und wahr,
belastet es nicht dein Gewissen.

9. Sei vor Begehrlichkeiten auf der Hut.
Der Geiz stößt ab durch Unmanier.
Wem nie genug ist Geld und Gut,
vertreibt das Glück durch seine Gier.

10. Nicht alles was da lockt, macht froh,
schon nicht in Sodom un Gomorra.
Weitaus besser ist es so:
Ora et labora.