© Otto Pötter

 

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Verdrießlich ist die Langeweile,
man lebt und weiß doch nicht wofür.
Die Lethargie verkrümmt die Eile
und gähnt hinweg Glanz und Pläsier.

Verlor’ne, ungenutzte Zeit
bringt nur Verdruss und Widrigkeit.
Liegt nicht in jeder Lebenslage
die Chance zur sinnerfüllten Tat?

Verstummt nicht selbst die größte Klage,
wenn man sein „Ja“ gesprochen hat?
Nur in beherztem Streben
wird unsrem Leben Sinn gegeben.

Gelegenheiten aller Arten
ergeben sich, wenn man nur will;
viele sind’s, die auf uns warten,
geduldig, hoffnungsfroh und still.

Uns bleibt, wir sollten’s stets bedenken,
im Leben nur, was wir verschenken.

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Nimmt die Luft dir in der Brust,
die Weisung, streng: „Du musst“,
dann atme ruhig, werde still
und sag: „Ich mach’s, wie ich es will.“

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Eva ist, als Frohnatur,
alles andere als stur.
Sie sagt stets: „Mit Gottvertrau’n
lässt froh es sich nach vorne schau’n.“

Es reichen ihr die kleinen Sachen,
um sich zu freu’n und gern zu lachen –
nicht schallend laut mit Holdrio,
dafür mehr innig, ohne Show.

Da strahlt nur so die Herzlichkeit
aus Freude und aus Dankbarkeit!
Der Grund für Evas Frohnatur:
sie sieht im Leben Gottes Spur.

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Es schlich sich ein, im Lauf der Zeit,
beim Laufen eine Laufkrankheit.
Nun braucht’s beim Gang schon um den Block
dazu als Hilfe einen Stock.

Doch keinen Krückstock so daher,
nein, einen Tok-Tok, bitte sehr!
Und dieser gar als letzten Pfiff,
aus Ebenholz mit Silbergriff.

Ja, wenn schon denn schon, soll’s was sein,
wer gönnt sich schon ein drittes Bein?
Mit Holz und Silber, Schritt für Schritt,
geht, tok-tok, nun der Stolz noch mit.

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Beachten wir im Einerlei
doch immer wieder – eins, zwei drei –
das, was hält, wie klar versprochen,
ohne gleich darauf zu pochen:

Damit die Stimmung nicht wird mies,
gilt prinzipiell vorab erst dies:
So oft wie möglich Schönes tun,
statt rumzugackern wie ein Huhn.

Auch lecker essen, doch mit Maß,
dazu auch gern mal hoch das Glas.
Das Ohr sonor mit Klang verwöhnen
wie auch das Aug‘ mit allem Schönen.

Wer dann noch wirkt mit Zuversicht,
strahlt das auch aus, wie’s dem entspricht.
Denn wer genießen kann und hoffen,
dem steht der Himmel hier schon offen!