Als Dozent für logotherapeutische (sinnzentrierte) Persönlichkeitsentwicklung bin ich seit Jahrzehnten bundesweit mit Seminaren und Vorträgen in der Erwachsenenbildung tätig, überwiegend in Klöstern, geistlichen Zentren, Volkshochschulen und öffentlichen Bildungseirichtungen (siehe Menü: Feedback).
Über Otto Pötter
Als Dozent für logotherapeutische (sinnzentrierte) Persönlichkeitsentwicklung bin ich seit Jahrzehnten bundesweit mit Seminaren und Vorträgen in der Erwachsenenbildung tätig, überwiegend in Klöstern, geistlichen Zentren, Volkshochschulen und öffentlichen Bildungseirichtungen (siehe Menü: Feedback).
Glück kommt vom mhd. „gelucke“, darin steckt der Wortstamm „locken“. Glück will aber nicht nur ange-lockt, sondern auch gestaltet sein. Beides gründet in unserer geistigen Einstellung zu dem, was auf uns einwirkt. Wir werden glücksblind und matt, wenn durch Entmutigungen und ungute Gefühle unser Glücksempfinden gestört ist. Durch Resignation statt Zuversicht verflüchtigt sich das Glück; in sinnorien-tiertem Denken und Handeln leuchtet es auf. Dazu braucht es bejahte Zielorientierungen, die „die innere Gewissheit“ stärken. Bewährtes hierfür vermittelt dieser Vortrag.
„Ihr Vortrag hat mir sehr gefallen und gutgetan. Irgendwie fügten sich nun einige Puzzleteile zusammen, die bisher Fragen offenließen. Danke – und bis bald mal wieder!“
Wir können uns winden und noch so wenden, es hat auch mit Hochmut nichts weiter zu tun, es gibt nun mal kluge Worte, die senden das rechte Signal, ohne jedes Vertun.
Davon ist eines in Reinkultur emsisch, ohne Firlefanz, doch bleibt es auf der rechten Spur, die Ambiguitätstoleranz.
Hätten wir davon nur mehr, wie weitaus besser ging es uns! Es liefe nicht sogleich was quer mit Hickhack zwischen Hinz und Kunz
Die Ambiguitätstoleranz stärkt Groß- und Langmut ohnegleichen; aus dieser standfesten Distanz kann Trotz sich nur von dannen schleichen.
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Lesung aus dem gleichnamigen Buch
von Otto Pötter
Bild: Aschendorff Verlag, Münster
Otto Pötter, als Emspoet weithin bekannt, weiß Alltägliches so zu erzählen, dass sich die Mundwinkel dabei nach oben ziehen. Sein regionaler Bestseller: Ems – Soweit alles im Fluss, ist voll von vergnügli-chen Kurzgeschichten über Menschen in mancherlei kuriosen oder auch umsichtigen Lebenslagen. Mit viel Einfühlungsvermögen und feiner Beobachtungsgabe erzählt Pötter von Land und Leuten in den Landstrichen längs der Ems. All das könnte auch anderswo so passiert sein, aber nicht so wie hier … Man empfindet wohltuend den Respekt vor Brauchtum und Gemeinschaftssinn in einer Zeit, in der tra-dierte Werte und Gewohnheiten verblassen. Die Geschichten sind mit Humor mal kauzig, mal sinnig mit Hintersinn erzählt. Man fühlt beim Lesen, dass es augenzwinkert menschelt. Also: „Löpp.“ Soweit alles im Fluss. Freuen Sie sich auf angenehme Unterhaltung mit einer guten Portion Heimatverbundenheit.
Kommentare deaktiviert für Mensch ärgere dich nicht
Klar und konkret, statt genervt und verdreht
Bild: pixabay
Mangelt es wohl auch hin und wieder an vielem, an Ärger mangelt es oft nicht. Wirklich schwerwiegende Ereignisse aber lösen keinen Ärger aus, sie erfordern vielmehr ein entschlossenes Handeln. Dann ist Ärger nur hinderlich. So sind es meist die kleinen Nadelstiche des Alltags, die uns verdrehtmachen. Sind wir jedoch „verdreht“, sind auch die Gedanken verdreht. Das trübt den Blick für das akut „Not-wendige“. Also: Klar und konkret, statt genervt und verdreht. Demzufolge erspart ein sinnvolles Wollen grollen und schmollen. Lösungsorientiert bietet der Vortrag bewährte Verhaltensstrategien, die in vertrackten Lebenssituationen einen klaren Durchblick und infolgedessen einen aufschlussreicheren Überblick ermöglichen.
„Das möchte Ihnen mitteilen: Bei diesem Vortrag wurden mir die Augen geöffnet „für noch mehr“, das bei allen Widrigkeiten ja auch immer noch da ist. Es passte genau zum richtigen Zeitpunkt. Danke – und bis bald mal wieder!“
Kommentare deaktiviert für Starke Sätze auf den Punkt gebracht
Zielende Zitate – anregende Aphorismen
Foto: Christoph Volmering (2022)
Nimmt man dem Fragezeichen die Krümmung, bleibt der Punkt. Er wird zum springenden Punkt, wenn uns Aufschlussreiches bewegt. Zitate und Aphorismen mit Konklusionen (Aussagen, die in einer These münden) und Prämissen (Argumente, die die These stützen) können das.
Was ist dagegen nicht alles „Ansichtssache“? Vieles mag ja stimmen mit der Ansichtssache, aber nicht, wenn Fragen und Probleme verhuscht werden. Mit dieser inflationären Redefloskel lässt sich alles relativieren. Das lenkt von klaren Aussagen ab und vernebelt den eigenen Standpunkt. Stattdessen wabert Ungewissheit und Zweifel. Die Fragezeichen krümmen sich. Es ist wie mit der missverständlichen Toleranz, sie verkrümmt die eigene Identität. Aufrichtige Toleranz hingegen fördert die gegenseitige Achtung, wahrt dabei zugleich aber die Selbstachtung. Das wirkt der Beliebigkeit entgegen. Es wären sonst, wie in der Nacht, alle Katzen grau. Worauf es ankommt ist, dass im Licht der Zeit, so auch im Spektrum der jeweiligen Situation, das Wesentliche deutlich(er) zutage tritt. Dann ermutigt oder entmutigt uns etwas, die jeweilige Sichtweise beflügelt oder lähmt, sie ermöglicht den Durchblick oder trübt die Sichtweise, trifft den Punkt oder verwirrt. Punktgenaues kann zum springenden Punkt werden. Dahinter steht dann auch wohl immer ein Verheißungssternchen *.
Jenseits von ChatGPT und KI zeichnet uns Menschen über alle Technik hinaus eine Erkenntnisfähigkeit in einem höheren Sinn aus, ein Denkvermögen, das in seinen Deutungsprismen durch Ansicht, Einsicht, Übersicht und Weitsicht den Ich-Horizont sprengt. Das bewirkt einen Motivationsschub hin zu etwas, wofür zu leben es sich lohnt. Bewegend wirken dabei wegweisende Zitate und Aphorismen. Sie sind das Geschenk von Geistesblitzen, die plötzlich etwas neu belichten. So wird Leben lebendiger.
In meinen Seminaren zu sinnorientierten Lebensverwirklichungen machte ich häufig sehr förderliche Erfahrungen mit solchen Sätzen, die es in sich haben. Sie wirkten wie Sternschnuppen der Seele, die unvermittelt alle bereicherten und neu motivierten. Irgendwann begann ich damit, diese Erkenntnisse und Betrachtungsweisen, die mir zwar eingefallen, nicht selten aber auch zugefallen sind, aufzuschreiben und zu sammeln; sie wären sonst weg. Belebende Worte aber wirken weiter.
Obwohl ich die Texte formulierte, kristallisierten sich die meisten Sentenzen aus Themen, die sich während der Seminararbeit aus der Gruppendynamik heraus ergaben. Mit Anthony de Mello (1931 – 1987) gesprochen, sah und sehe ich dabei meine Rolle als die eines Webers und Färbers, der an Stoff und Faden keinen Verdienst hat. Über das Gewirke freue ich mich nichtsdestoweniger und hoffe, dass viele Menschen hiermit Freude daran haben.