
Nur so ein Mensch, der macht es,
der aufrecht steht zu seiner Art –
und vornehm, trotz Verlachtes,
seine Haltung sich bewahrt.

Nur so ein Mensch, der macht es,
der aufrecht steht zu seiner Art –
und vornehm, trotz Verlachtes,
seine Haltung sich bewahrt.
© Otto Pötter

An Namen und auch Annahmen
hält das Leben viel parat.
Doch hängt wohl auch in manchem Rahmen
ein schillerndes Falsifikat.
Es war denn auch schon immer so,
die Avantgarde beherrscht den Raum.
Was neu ist strahlt in Glitzershow,
das Seriöse merkt man kaum.
Jedoch mit etwas mehr Bedacht
erwies mit Reu‘ sich offenbar,
dass manches war zu kurz gedacht,
nicht achtend gutes Inventar.
Nicht alles, was sich namhaft gibt,
hält dauerhaft auch die Balance.
Schnell wird dabei was weggeschnippt,
was Haltung gab und Contenance.
Es heißt wohl nicht von ungefähr,
zu prüfen alles im Obwalten;
denn nach wie vor gilt eines sehr,
das Gute würdig zu behalten.
Drum gilt der Rat, erst abzuwägen,
ob es auch trägt, so manch Geheiß –
um nicht den Ast feist abzusägen,
auf dem man sich getragen weiß.

Bild: pixabay
Beachten wir im Einerlei
doch immer wieder – eins, zwei drei –
das, was hält, wie klar versprochen,
ohne gleich darauf zu pochen:
Damit die Stimmung nicht wird mies,
gilt prinzipiell vorab erst dies:
So oft wie möglich Schönes tun,
statt rumzugackern wie ein Huhn.
Auch lecker essen, doch mit Maß,
dazu auch gern mal hoch das Glas.
Das Ohr sonor mit Klang verwöhnen
wie auch das Aug‘ mit allem Schönen.
Wer dann noch wirkt mit Zuversicht,
strahlt das auch aus, wie’s dem entspricht.
Denn wer genießen kann und hoffen,
dem steht der Himmel hier schon offen!
© Otto Pötter
Sie braucht einen Platz,
auf dem sie steht.
Sie braucht einen Freund,
der mit ihr geht.
Sie braucht ein Tun,
das sie täglich erfreut.
Sie braucht Stille,
Sinn und Beharrlichkeit.
Sie braucht etwas Schönes,
das empor sie hebt.
Sie braucht den Frohsinn,
solange sie lebt.
Sie braucht Orientierung,
für Gott bereit,
zum Lauschen und Ahnen
der Ewigkeit.