Aphorismen mit weiten Prismen

 

Pötter Doppelportrait – Knut Kargel Kunstatelier

 

Aphorismen
spiegeln weite Prismen.
Auf interessante Weise
wird eindeutig mehrdeutig nun die Reise.

 

Oft heißt es: „Komm auf den Punkt“, was ist die Kernaussage? Sie wirkt nachhaltig, weil sie eindeutig mehrdeutig ist. Stellt sich dabei der Kopf wohl auch mal quer, weiten sich Herz und Seele hingegen sehr. Warum? Es zerplatzen die Mundblasen des Alltags; Überflüssiges fällt in sich zusammen, umso mehr wirkt das Echte. Die rechte Einsicht befähigt zur Weitsicht.   

     Aphorismen sprießen aus rankenden Gedanken. Eine ausgewogene Auswahl davon finden Sie hier; Aphorismen, die es wert sind, in vielerlei Hinsicht jeweils im Licht der Zeit neu durchdacht zu werden. Das stärkt unser Sinnempfinden – und das ist gut so, denn das Ringen nach Sinn ist niemals sinnlos. 

     Vieles wurde und blieb mir durch meine langjährige Seminar- und Vortragstätigkeit der sinnzentrierten Lebensphilosophie (nach Frankl, Kneipp, Kants Sittengesetz usw.) präsent. Wie immer greift eins ins andere. Im Laufe der Jahre war es in meinen Seminaren und Vorträgen ein Geben und Nehmen. Aber auch die Profes. Elisabeth Lukas, William Hoye und Paul Schladoth waren mir wertvolle Ratgeber.

     Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Bischof Jesús Sahagún aus Tula, Mexiko, der mein Leben einige Jahre durch ein fruchtbares Miteinander nachhaltig bereicherte und das insbesondere durch die Würdigung indigener Kulturen, die sich im Zusammenwirken mit der Schöpfung durch eine sinnzentrierte Achtung und Demut auszeichnen und mich von Grund auf beeinflussten. Ich erkannte: Was sich mir eindeutig mehrdeutig zeigt, ist es wert, weiter darüber nachzudenken, um es in die eigene Lebensverwirklichung fruchtbar mit einzubeziehen, auch wenn es ohne Mühen oft nicht geht, aber:

 

El bién es ilimitado.
Aunque algo fue dificil,
fue una experiéncia muy rica.


Das Gute ist grenzenlos.
War es auch nicht immer einfach:
Es ist und bleibt eine reiche Erfahrung.

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Bild: pixabay

Klasing war, als Frohnatur,
alles andere als stur.
Er sagte stets: „Hauptsach‘ et löpp.“
Dann käm die Freude so dröppdröpp.

Es reichten ihm die kleinen Sachen,
um immer gern auch mal zu lachen –
nicht schallend laut mit Holdrio,
nein, vielmehr schmüsternd, ohne Show.

So war Klasing auch hienieden
an sich immer gut zufrieden –
ohne spassige Tortur
war er eine Frohnatur.

© Otto Pötter

Bild: pixabay

Kein Rührei mehr aus Leid und Klage,
aus faulen Eiern alter Tage.
Nicht was in die Pfanne hauen,
was kaum noch gut ist zum Verdauen.

Rühr‘ nicht in Sorgen, Zank und Streit.
ändere die Rezeptur!
Sei zu neuer Kost bereit,
wenn nötig, gönn dir eine Kur.

Sei zu neuem Schwung bereit.
Irgendwann wird’s höchste Zeit,
nicht weiterhin nur auszuharren.
Also ran, zieh raus den Karren!

Denke um und zeige Schneid.
Es scheint, dafür wird’s höchste Zeit:
Statt resignierend lamentieren,
Neues gerne ausprobieren!

© Otto Pötter

Bild: pixabay

Wenn es regnet, lass es regnen.
Scheint die Sonne, freue dich.
Was auch immer dir begegnet,
sieh, es kehrt und wendet sich.

Ob du es mit frohem
oder trübem Sinn beschaust,
helfen kann es dir zu Hohem,
wenn du hoher Kraft vertraust.