© Otto Pötter

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Verdrießlich ist die Langeweile,
man lebt und weiß doch nicht wofür.
Der Müßiggang kennt keine Eile
Und noch viel weniger Pläsier.

Verlor’ne, ungenutzte Zeit
bringt nur Verdruss und Widrigkeit.

Liegt nicht in jeder Lebenslage
Die Chance zur sinnerfüllten Tat?
Verstummt nicht selbst die größte Klage,
wenn man sein „Ja“ gesprochen hat?

Nur in beherztem Streben
wird unsrem Leben Sinn gegeben.

Gelegenheiten aller Arten
ergeben sich, wenn man nur will.
Viele sind’s, die auf uns warten,
geduldig, hoffnungsfroh und still.

Uns bleibt, wir sollten’s stets bedenken,
im Leben nur, was wir verschenken.

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Jeder sucht es – und doch entzieht es sich uns oft, das Glück. Warum? Wir erwarten zu viel vom Glück und flüchten dabei in unrealistische Illusionen. Das lässt den Alltag trist erscheinen und verhindert, sich „frisch, fromm, fröhlich und frei“ dem Leben zu stellen. Wenn es uns aber „glückt“, das zu tun, was jeweils „not-wendig“ ist, fühlen wir uns auch wohl. Das setzt Gedankenordnung, Zielklarheit und Zuversicht voraus, denn das sind die Grundsubstanzen des Glücks. Stattdessen wird viel zu oft nur auf den Zufall gesetzt und von einem „Allerweltsglück“ geträumt. Doch statt in der Erfüllung ausgefallener Begehrlichkeiten heißt der Schlüssel zum Glück: Alltagstauglichkeit. Hierzu werden in diesem Vortrag gute Anregungen gegeben.

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It’s your world, your chance to make it better!

Die Welt ist nicht heil,
aber immer ein Stück heilbar.

Wir müssen miteinander auskommen
oder wir werden miteinander umkommen.

Gabe ist immer Aufgabe zugleich.

Empfangen und Geben sind zwei Seiten einer Medaille;
darum sind Danke und Bitte
die Schlüsselwörter eines gelingenden Lebens.

Kreativität hilft, Autonomie zu wahren.

Saubere Hände sind oft leer.

Was mich jetzt bewegt,
möchte auch jetzt gestaltet sein.

Was Gott mir schickt, das nehm‘ ich an
und tue dann, was ich so kann.

Nicht alles was gutgeht, geht auch gut.

Arbeit ist ein Berühren von außen her;
Schaffen aber, ein Durchwirken von innen.

Digitalisierung ist nicht alles,
denn die Landkarte ist nicht die Landschaft.

Verantwortung heißt:
Welche Antwort gebe ich
auf die mir gegebenen Lebensumstände.

Wer eine Nebensache zur Hauptsache macht,
der macht eine Hauptsache zur Nebensache.

Was muss ich lassen,
um gelassener zu werden?

Neu orientieren durch reduzieren.

Regeln strukturieren das Leben,
um sich gegen Widersacher zu schützen

Auf das Durchhalten kommt es an.
Was mit Rucki nicht geht, geht mit Zucki.

Nicht nur wiederholen,
gelegentlich auch überholen.

Dem Tüchtigen strahlt sein Gesicht,
denn Glück alleine macht es nicht.

Wer aus sich herausgehen kann,
zeigt, was in ihm steckt.

Beharrlichkeit stärkt das Wesentliche
und bewahrt vor Zerstreuung und Resignation.

Action ist wichtig,
Besinnung immer richtig.

Mit dem Einrichten geht immer auch ein Sich-Ausrichten einher.

Statt sich zu drücken,
ist es besser, sich auszudrücken.

Ich möchte nicht nur einiges verstehen,
ich möchte davon auch einiges verständlich machen.

Statt zu fragen: „Was ist für mich gut?“,
lieber fragen: „Wofür bin ich gut?“

Jeden Tag etwas, aber keinen Tag nichts.

Zuviel Wollen vertreibt den Sinn.

Begehrlichkeit
erstickt das Gefühl für das Wichtige.

Worauf es ankommt?
Sich am Sinn zu orientieren.

Sind Ziel und Sinn nicht identisch,
kann es auf Dauer nicht gutgehen.

Habe ich das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun,
belohnt mich mein Leben.

Umwege erweitern die Ortskenntnis

Durch das Gewissen
ist unser Denken und Handeln
an einen höheren Sinn gebunden.

Der christliche Sinn- und Gewissensappell lautet nicht:
„Tu dem andern kein Unrecht“;
er lautet: „Tu dem andern Gutes!“

Dass Frieden oft so weit entfernt ist, liegt auch mit daran,
dass wir zu oft den Frieden von anderen erwarten.

Fehlt es mancher Kritik
nicht wohl auch an Phantasie?

Wenn das Gute nicht lockt,
kann das Böse nicht schrecken.

Wer die Wahl hat, hat keine Qual,
er hat die Wahl.

In der Natur ist Sinnlosigkeit unmöglich.

Alles Bestehende offenbart viele Möglichkeiten.

Wir können nicht nicht wählen.

Wir bleiben solange an Schicksalskräfte gekettet,
bis wir sie umgewandelt haben.

Die bloße Erfahrung kommt über sich selbst nicht hinaus;
erst die Deutung der Erfahrung inspiriert zur Kreativität.

Um erwachsen zu werden,
sollte man einmal den Eltern danken
und den Eltern einmal verzeihen;
dann ist der Anker eingeholt,
sonst hängt man im Hafen fest.

Das Schiff wird fürs Meer,
nicht für den Hafen gebaut.

Auf einem schwankenden Schiff
fällt um, wer stillsteht.

Was nicht in der Mitte aufgehängt ist,
hängt schief.

Es nutzt nichts, das Loslassen zu üben,
wenn man nicht herausgefunden hat,
was man unbedingt behalten möchte.

Muße ist das Gegenteil von müssen.

Es ist nicht die eigene Kraft,
es ist eine verliehene Kraft,
aus der wir leben und wirken.

Im Körper eingeschlossen,
berührt der Mensch die Dinge von außen.
Doch was dabei von innen her wirkt,
ist das Eigentliche, was mehr vermag.

Helden siegen in der Gegenwart,
Demütige in der Ewigkeit.

In der Tretmühle der Macht
ist niemand unfreier, als ihr mächtiger Führer.

Recht, nicht durchgesetzt, zersetzt.

Würde die Heimat so gelobt wie die fernen Reiseziele,
wäre sie das Paradies.

Dichter verschließen sich nicht,
sie haben den Mut, sich zu äußern.

Kunst ist, aus dem Nichts etwas zu machen
und aus Etwas, Großes zu gestalten.

Betend ruhen, schaffend wachen,
redlich handeln und auch lachen,
das lässt locker Großes machen.

Was habe ich bewirkt?
Das lässt in Ruhe sterben.

Steckt in jeder Todesangst
nicht wohl auch eine Versäumnisangst?

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Wer innehält, hält das Innere.

Leitet die Gesundheit den Blick nach außen,
so leitet ihn die Krankheit nach innen.

Die Gesunden und die Kranken
haben zweierlei Gedanken.

Krankheit ist ein Korrektiv.

Will der Kopf zwei Schritte tun,
stolpert das Herz.

Gesunde Fundamente:
Maß, Ordnung und Zeit.

Stress ist keine Frage der Zeit,
er ist eine Frage des Lebensstils.

Was aus dem zeitlichen Rahmen fällt,
fällt von Natur aus durch.

Ob wir alt oder jung sind:
Die Augenblickshingabe überhöht allerlei Beschwerden.

Was im Dienst einer ersprießlichen Lebendigkeit geschieht,
ist auch immer gesund und kann keine Qual sein.

Zuversicht und Frohsinn
sind die Zeichen geistig seelischer Gesundheit.

Ein böses Wort kann Gesunde krank machen;
ein gutes Wort aber kann Kranke gesund machen.

Zur Gesundheit gehört unbedingt auch
eine Hygiene des Geistes und der Seele.

Das wichtigste Gut ist die Gesundheit,
ihre Quelle aber ist der Sinn.

Jedes Symptom verweist auf eine Bedeutung,
diese aber bedarf einer Deutung.

Heilung ist mehr ein Prozess,
als eine Reparatur.

Jede Heilung bewirkt eine Wandlung.

Stille reinigt das Innenleben.

Wer allein sein kann,
ist nie einsam.

Glaube, Hoffnung und Liebe
überwinden Schwermut, Angst und Sorgen.

Wahrnehmen – Annehmen.
Nach oben abgeben.

Die Seele offenbart uns mehr,
als der Verstand uns sagen kann.

Mit einer der Ursachen seelischer Krankheiten
ist die Dankbarkeitsvergessenheit.

Im Inneren der Erinnerung verbirgt sich oft ein Schatz.

Sich seinen Überschuss an Unverdientem bewusst zu machen,
weckt in schweren Stunden heilende Kräfte.

Wer dankbar ist, hat Berührung mit den Sinngehalten des Lebens,
deshalb kann er nicht gleichzeitig unglücklich sein.

Das Bewusstwerden der hellen Seiten unseres Lebens,
lässt uns die dunklen Seiten besser ertragen.

Die Menschen werden oft schnell unglücklich,
weil sie schnell glücklich werden wollen.

Bewusster leben belebt.
Sich ausleben verlebt.

Durch Reizüberflutung schrumpft die emotionale
und verkümmert die soziale Intelligenz.

Aktivität ohne Spiritualität
mündet in blindem Aktivismus.

Je tiefer das verborgene Minderwertigkeitsgefühl,
umso höher und aufdringlicher das Geltungsbedürfnis.

Was hinter der Maske eines demonstrativen Ideals auftritt,
ist in Wirklichkeit ein hoffärtiges Ich.

Jeder Hassende
ist ein verzweifelt Liebender.

Der Psychopath wird von der Angst geprägt, schuldig zu sein –
ohne diese Angst konkretisieren zu können.

Luftschlösser sind schön,
aber man kann nicht in ihnen wohnen.

Je sinnentleerter das Leben,
umso bedrohlicher wirken fiktive Ängste und Sorgen.

Uns belebt und stärkt ein sinnvolles Ziel.
Wir wollen das Beste und doch nicht zu viel.

Der Sinn belebt den Geist
und erwärmt Herz und Seele.

Solange wir von etwas erfüllt sind,
wofür zu leben es sich lohnt,
solange sind wir gut zufrieden.

Wir sprechen von einem Menschen,
der von allen guten Geistern verlassen ist,
wenn sein Intellekt nicht über das Fehlen
einer Charakter- und Herzensbildung hinwegtäuschen kann.

Einem um sich selbst kreisenden Ankläger
hilft nur der eigene Klärungsprozess;
er wird sonst sich selbst und anderen zur Qual
und irgendwann zur Gefahr.

Seelische Verarmung
ist eine Verarmung an Gemütswerten.

Immer nur sich selbst verwöhnen
fördert Missmut, Zwist und Stöhnen.

Wer vor sich selbst wegläuft,
wird krank.

Gutes tun, tut gut.

Weniger: „Ich sage mir …“
Mehr: „Ich höre mir mal zu.“

Was uns oft fehlt,
ist ein Selbstzuwendungstag.

Der Kopfsalat hat es gut,
er hat das Herz im Kopf.

Wenn wir durch unser Empfinden
nicht genug Seelennahrung bekommen, leiden wir.

Was die Blüte einer Blume uns sagen kann,
kann kein Arzt uns verordnen.

Im Einklang mit der Schöpfung
erfahren wir Kraft, Trost und Stärke.

Die Natur vernichtet nichts,
ohne daraus Neues zu schaffen.

Leben ist ein Wunder,
über das Gott selbst sein „Sehr gut“ gesprochen hat.

In einem bejahenden Glauben
liegen heilende Kräfte.

Das zweite Leben beginnt mit der Erkenntnis,
dass man nur eines hat.

Ob nur Not beten lehrt?
Nein, sicher auch Freude und Dank,
sonst würde uns das Glück verwehrt
und wir würden krank.