Ich – Du – Wir

Verantwortlich denken und handeln

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Du kannst nur Mensch sein durch andere.

Wir können von Glück reden,
solange wir miteinander reden.

Wenn alle darüber reden,
reden die meisten darüber hinweg.

Verwirren große Worte das Gespräch,
bringen das die kleinen Worte schon wieder in Ordnung.

Ist die Musik im Gespräch die Aufmerksamkeit,
ist oft der Zweifel Taktgeber.

Zweifel werden nicht durch Argumente überwundern,
sondern durch Vertrauen.

Die schlimmsten Brüche, die uns treffen können,
sind die Vertrauensbrüche.

Wenn ein heißes Thema diskutiert wird,
sollte man es nicht kalt werden lassen.

Die Toleranz unterscheidet die Standpunkte,
sie verwechselt sie nicht, aber sie respektiert sie.

Toleranz als Indifferenz
bagatellisiert die Fairness.

Oft sind es bequeme Menschen,
die allzu gehorsam sind.

Zwei Sätze mit Krätze::
„Ich müsste“ und „Der andere sollte“.

Zaun und Gatter stehen für Grenze und Öffnung;
ohne Durchgänge würden Zäune
zum Käfig.

Bedenken wir’s:
Für jeden Menschen gibt es das Wort ich nur einmal.

Trennen scheidet, 
Unterscheiden klärt.

Kommt das Mitmenschliche aus dem Blick,
bricht sich das Gegeneinander Bahn.

Viele gut gesinnte kleine Leute
in vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der Welt verändern

Man ist nie zu klein,
um für Wesentliches großartig zu sein.

Das Ich erkennt,
das Du benennt;
das Wir verwandelt
(gemeinsam gehandelt).

Mich verlassen zu können bedeutet,
mein Ich zu verlassen, um im Du oder Wir Aufnahme zu finden.

Heimat,
das ist landlebig Langlebiges.

Der Egoist bewahrt sich,
statt sich zu bewähren.

Die Drehung um sich selbst
ist bekanntlich eine Bewegung,
die es verhindert, vorwärts zu kommen.

Das Ich, das zum Wir gehört,
ist ein anderes Ich als das ungebundene,
frei herumstreunende Ich.

Eine Überbetonung der Individualität
führt zu einer Entfremdung seiner selbst.

Um auf Irrwege zu kommen reicht es,
sich einzureden, dass niemand uns versteht.

Warum nicht auch mal „verrückt“ sein?
Weggerückt vom „Normal-Fall“, den Zwängen im Mittelmaß;
weg von den Formen der Hoffart, die uns aus der Form bringen.

Die Gespräche kann man sparen,
wo Worte nur sich selbst bewahren,
statt ehrlich sich zu offenbaren.

Wie man so spricht,
das spricht für sich.

Wie schön,
wenn sich Rücksichtslosigkeiten,
die ich erfahren habe,
in Rücksichten wandeln für jene,
die gerade rücksichtslos sind.

Es ist doch ganz einfach:
Hält man die Klappe, klappert’s auch nicht.

Es gibt viele Gründe, sich selbst zu lieben,
aber es gibt keinen vernünftigen Grund,
sich selbst zu hassen.

Ein Blick in den Spiegel genügt,
um sich augenzwinkernd zu sagen:
„Lasst uns gut miteinander umgehen.“

Ja, so wie ich bin, bin ich gut –
doch ich möchte mich auch noch gerne
weiterentwickeln.

Die Realität zeigt uns nichts anderes als
Wirkungsbeziehungen.

Zwei Worte, ohne die es nicht geht:
Entbindung und Einbindung.

Stabilitas erfordert Bindungen,
um sich von sich selbst zu lösen.

Dasein ist Mitsein.

Ein Auge mal zuzukneifen ist besser,
als gleich den Kopf zu verlieren.

Ein bisschen mehr Humor
täterätätä uns allen gut.

Zorn blitzt,
Humor erleuchtet,

Methode findet,
Humor erfindet.

Schmiert der Professor
auch noch so fein sein Brötchen,
so ist das damit noch lange nicht
wissenschaftlich belegt.

Viele Menschen
haben ganz schön viel Meinung
für so wenig Ahnung.

Es gibt Menschen,
die denken durchaus gern,
aber sehr selten,
weil es was Besonderes bleiben soll.

Mancher Mensch
ist die Krone der Erschöpfung.

Wie die Flüsse ohne Auen,
sind die Männer ohne Frauen.

Geht wohl die Liebe
auch noch durch den Magen,
so ließe diskret sich
weit mehr da noch sagen.

Als Mann kann man tun und lassen
was die Frau will.

Auch eine Dummheit, die gut ankommt,
bleibt eine Dummheit.

Was der Volksmund tut kund,
hält geschmeidig den Mund.

Aberwitzig
ist selten spritzig.

Bis der Dicke dünn wird,
ist der Dünne schon tot.

Nun zeigt auch schon die Waage
eine Unwetterwarnung: Zunahmi!

Wie zeigt sich die Gelassenheit im Alter?
Man schafft es nicht mehr,
bis an die Decke zu gehen.

Ist es tatsächlich schon so weit gekommen,
dass es so weit gekommen ist?

Was stimmt,
muss nicht zugleich auch stimmig sein.

Der Ärger schickt vorher
gerne seine Stellvertreter aus.

Auf den ersten Blick könnte man meinen,
das Leben beschenkt die großen Menschen
und lässt die kleinen mittellos laufen.
Auf den zweiten Blick aber
ist das nur eine Meinung,
quasi so eine Schwindelerscheinung.

Einem um sich selbst kreisenden Ankläger
hilft nur der eigene Klärungsprozess;
er wird sich sonst selbst zur Qual
und anderen zur Gefahr.

Man kann von Wölfen nicht erwarten,
dass sie Schafe streicheln.

Die emotionalen Staubsauger
verursachen die meisten Kurzschlüsse.

Es geht nicht darum,
frei von etwas zu sein,
sondern frei für etwas zu werden.

Wer sich von anderen eingeengt fühlt,
der schaffe sich mehr Freiraum.

Durch das Sich-nicht-Festlegen
macht man sich selbst klein.

Die Dialogfähigkeit
setzt Standfestigkeit voraus.

Ich sage Ja und denke:
Ich kann auch anders.
Ich sage Nein und denke:
Vielleicht aber doch.
Ich sage nichts und denke:
Immer ich!

Je mehr betont wird,
dass es nichts macht,
umso mehr macht es.

Steht der Mensch im Mittelpunkt,
oder ist er nur Mittel?
Punkt.

Gewusst wie

Es gibt oft was, das ist nicht schön,
da fragt man sich, was könnt‘ wohl helfen?
Man möchte an die Decke geh’n
im Clinch mit Beiräten und Elfen.

Dabei könnt helfen schon ein Wort,
ganz ohne Stuss und Firlefanz;
scheint’s auch verzwickt, es hilft sofort:
die Ambiguitätstol‘ranz.

Dies kuriose Wort kann senden
starke Tipps zum rechten Tun.
Wir werden, ohne uns zu wenden,
befähigt, in uns selbst zu ruh’n.

Die Ambiguitätstol‘ranz
stärkt jeden von uns ohnegleichen;
mit ihr kann man, ohn‘ Arroganz,
gar jedem cool das Wasser reichen.

Zwei Augen zum Sehen,
zwei Ohren zum Hören
und ein Mund zum Schweigen.

Sie brauchen keine Angst haben,
zu verkümmern, Sie lesen ja gerade …

Freiheit beginnt im Kopf.

Im Prinzip wär‘ alles froh und heiter,
gäb‘s bloß nicht die Prinzipienreiter.

Klammern fesselt.

Wenn ich etwas nicht verstehe,
heißt das noch nicht,
dass es das nicht gibt.

Zwar gibt es viele Talente,
aber es wird nicht jedes Talent
jederzeit benötigt.

Die Klugheit gebietet
Unvereinbares nicht vereinbaren zu wollen.

Trotzköpfe enttarnen sich selbst,
sie halten sich immer gleich für Betroffene.

Wer Porzellan zerschlägt,
hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

In jeder Verrücktheit
macht sich Maßlosigkeit breit.

Wo Zank und Streit, da ist Partei
und immerzu Rechthaberei.

Ich bin für eine Partei,
aber gegen ihre Alleinherrschaft.

Konzeptuelle Verhärtungen
führen zu Spaltungen.

In einer nicht funktionierenden Beziehung
hat alles einen Hang zur Enttäuschung.

Es sind gerade die Stellungskriege,
die nicht auf der Stelle entschieden werden.

Verbissen gesehen
lässt sich alles verdrehen.

Fragt man den Esel: „Wer ist dein Vater?“,
antwortet er, „das Pferd ist mein Onkel“.

Zu Lebzeiten des Dichters
reden alle über sein schlechtestes Werk –
erst nach seinem Tod über sein bestes.

Wirklich hinter dir steht,
wer sich auch mal vor dich stellt.

Hinter jeden, der anders ist,
stehen andere, die sich durch ihn
ihre eigenen Ängste und Unzulänglichkeiten
vom Leibe halten.

Es mag ja nett sein, wichtig zu sein,
aber wichtiger ist es, nett zu sein.

Das Großmaul rührt nur in Fakten,
statt die Fakten
in größere Zusammenhänge zu bringen.

Es gibt viele Vorfahrtstraßen,
doch auch Stoppschilder haben ihren Sinn.

Möcht‘ Kritisieren animieren,
so Diskreditieren blamieren
oder sogleich ausradieren.

Sensationslust will nur palavern,
ohne Interesse an neuen Erkenntnissen.

Naseweise reden am Kern vorbei.

Man soll auch gerne mal
seinem Herzen folgen,
das muss der Verstand ja nicht wissen.

Pedanten finden nie das Richtige.

Wie Feingeistige nicht beim Boxkampf,
so finden auch Tangoliebhaber
nicht beim Rock and Roll
die richtigen Bekanntschaften.

Ohne um uns her zu schauen,
greifen wir beim Greifen,
welch Misere, oft ins Leere.

Wer sein Aussehen
mit seinem Ansehen verwechselt,
sollte weniger in den Spiegel,
dafür mehr um sich schauen.

Manchmal ist die größte Stärke
das Eingestehen der eigenen Schwäche.

Wer ehrlich zu sich selbst ist,
ist wohl auch zu anderen barmherzig.

Nicht gleich großes Gewickel um kleine Pickel.

Wer vernehmen kann,
kann auch vergeben.

Wenn wir andere verletzen,
erzeugen wir Situationen,
die es unmöglich machen,
geistigen Frieden zu finden.

Wir müssen miteinander auskommen
oder wir werden miteinander umkommen.

Sozialer Tiefgang
durch Bildungsschiefgang.

Wer sich nicht mehr gut unterhalten kann,
wird schnell unterhaltungssüchtig.

Auf dem Erlebnismarkt
tummeln sich viele missmutig Vergnügte.

Wird Toleranz zur Indifferenz,
ist zu viel Hefe im Teig.

Toleranz ist Achtung durch Selbstachtung.

Wer Lug und Trug hofiert, verliert –
im Falle eines Falles
alles.

Wirklich hinter dir steht,
wer sich auch mal vor dich stellt.

Vorgetäuschte Höflichkeit
offenbart Verachtung.

Denn so manch Honoratioren
sind auch gleich Initiatoren.
Das sei ruhig öfter mal hienieden,
etwas klarer unterschieden.

Das sei ruhig öfter mal hienieden
fein polierend unterschieden.

Einige laufen sich tot,
weil sie es immer eilig haben
und andere schleppen sich tot,
weil sie alles auf sich nehmen.

Mit der Uhr in der Hand
betrügen wir uns um die Fülle der Zeit.

Unvollkommen, wie wir alle sind, ist es dienlich,
sich nicht vollkommener zu geben, als man ist.

Wird Schuld vernebelt,
ist die Hölle los.

In neutraler Überbetonung
kann aus friedlich und höflich
auch friedhöflich werden.

Auch ein Nichttun kann schuldig machen.

Jede Art von Terror
macht schrecklich Theater.

Hinter Neutralität ohne offene Antwort
verbirgt sich Unmündigkeit.

Uns kann es nicht gut gehen,
wenn es anderen schlecht geht.

Jeder Hassende
ist ein verzweifelt Liebender.

In der Tretmühle der Macht
ist niemand unfreier,
als ihr mächtiger Führer.

Despoten nennen ihre Lügen Propaganda.

Wörter sind Hüllen für wechselnde Inhalte.

Helden siegen in der Gegenwart,
Gutmütige in der Zukunft.

Ist auch die Schlacht geschlagen,
so ist der Krieg noch nicht gewonnen.

Der Leib ist das Exerzierfeld des Geistes,
das, worin er sich zu bewähren hat.

Eben weil wir uns
unsere Gottähnlichkeit selbst zuerkennen,
müsste uns der Zustand unserer Welt
beschämen.

Autoritäre Systeme
bekämpfen nicht umsonst die Religion,
sie haben es lieber staatsfromm.

Es gibt auch noch das Zehnte Gebot:
Begehre nicht die Güter deiner Nächsten.

Man sollte sich öfter fragen,
wo Leben unter schwierigen Umständen
geglückt ist.

Auch das ist ein Glück,
mit seinem Unglück gut fertigzuwerden.

Wackelt etwas im Sturm,
ließe sich auch sagen:
Da ist was in Bewegung.

Schwankt der eine, hält ihn der andere.
Und trifft mal ein Fuß den anderen,
gilt es, einander Platz zu machen –
um wieder aufeinander zugehen zu können.

Ein Gewährenlassen
ist noch kein Geltenlassen,
ein Gestatten noch kein Stattgeben,
aber es sind Annäherungen hin zur Mitte.

Menschen werden oft schnell unglücklich,
weil sie schnell glücklich werden wollen.

Keiner kann das kommende Leben
schon heute auf einmal leben.

Das zweite Leben
beginnt mit der Erkenntnis,
dass man nur eines hat.

Wir wissen zwar, dass wir sterblich sind,
aber wir leben nicht danach.

Wo der Verstand uns aus dem Gleis wirft,
hilft uns das Gefühl
oft wieder in die richtige Bahn.

Reizt es den Naturwissenschaftler,
das Rätsel zu lösen,
reizt es den Gläubigen,
das Geheimnis zu deuten.

Wenn dahinter nichts vermutet wird,
springt keiner über seinen Schatten.

Man sollte nicht nur
sein kindliches Ich akzeptieren,
man sollte es auch ruhig hin und wieder
frei laufen lassen.

Wer unbedingt jung bleiben will,
verweigert Reife.

Zeit ist
die Beziehung des Bewusstseins zum Leben.

Erst mit dem Alter zeigt sich,
wieviel Vergangenheit
in der Gegenwart steckt.

Wir erben die Welt nicht nur
von unseren Eltern,
wir leihen sie unseren Kindern.

Im Inneren der Erinnerung
verbirgt sich ein Schatz.

Kontemplation ist wie Fensterputzen.

Um erwachsen zu werden,
sollte man einmal den Eltern danken
und den Eltern einmal verzeihen;
dann ist der Anker eingeholt.
Sonst hängt man im Hafen fest.

Ein Schiff wird im Hafen
und nicht für den Hafen gebaut.

Lehre ist Prosa –
Mythen die Poesie.

Kommt das Wort Trost von „treu“ und „trauen“,
schenkt wahrer Trost stets neu Vertrauen.

Der Trost möchte an der Trauer
teilnehmen, nehmen kann er sie nicht.

Je tiefer die Trauer,
umso größer war das Glück.

Kann Alleinsein beglücken,
so kann Einsamkeit erdrücken.

Weinen tut oft deshalb so gut,
weil man dabei weder denken
noch sprechen kann.

Ist Schweigen die Sprache der Seele,
so müsste die Stille
die Schöpferin des Schöpfers sein.

Wohlmeinender Zuspruch
ist wie ein Lächeln
unter verdrossenen Neidern.

Herzlich, statt stur

Hedwig war, als Frohnatur,
alles andere als stur.
Sie sagte stets: „Mit Gottvertrau’n
lässt sich’s getrost auch anders schau’n.“

Es reichten ihr die kleinen Sachen,
um sich zu freu’n und gern zu lachen –
nicht schallend laut mit Holdrio,
dafür mehr innig, ohne Show.

Man spürte ihre Herzlichkeit,
das machte Hedwigs Dankbarkeit!
Der Grund für ihre Frohnatur:
Sie sah im Leben Gottes Spur.

Von Zeit zu Zeit
kommen Menschen in die Welt,
die es ermöglichen,
das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Ohne inneren Glanz,
keine strahlende Aura.

Alles Schöne
beginnt mit einem freundlichen Gesicht.

Immer wenn wir uns freuen,
stirbt irgendwo ein Problem.

Freundlichkeit und Ankerkennung
sind wie ein ergiebiger Regenhauch
über rissig trockenem Land.

Gute Manieren und reizende Anmut
bringen leuchtende Farben
ins Grau der Gleichgültigkeit und Routine.

Jedes Herz braucht ein Zuhause.

Die größte Ursache der Unzufriedenheit
ist die Dankbarkeitsvergessenheit.

Nein, Popocatepétl nicht,
auch Chichicastenango nicht,
das schwerste Wort wohl, weit und breit,
ist schlicht und einfach
Dankbarkeit.

Ein Einäugiger dankt Gott erst dann,
wenn er einem Blinden begegnet.

Die Kehrtwende zur Absicht
macht klarsichtiger.

Wege ändern sich,
Bedürfnisse bleiben.

Lebendiges gibt es nicht als Kopie.

Die Richtungsänderung
ist noch keine Wesensänderung.

Bleibt für sich ein jeder stur,
wird das Leben zur Tortur.

Vorlieben wuchern,
Liebe wächst.

Der Kopfsalat hat es gut,
er hat das Herz im Kopf.

Durch Reizüberflutung
schrumpft die emotionale
und verkümmert die soziale Intelligenz.

Vorteile fördern Urteile.

Die Ignoranz von Gemütswerten
führt zur Verrohung.

Schade, dass viele Menschen
den Sonnenaufgang verschlafen;
sie wären weniger hart und unzufrieden.

Erst das Nichtwerten
schenkt Offenbarungen.

Was ich aufmerksam anschaue,
wird sich mir auch mitteilen.

Vertrauen weckt Vertrauen.

Das Anschauen einer Blume
besagt noch nichts;
es wird aber sagenhaft,
wenn sie mich anschaut.

Die Natur
trägt die Last der menschlichen Brutalität.

Weisheit
schenkt uns einen Ruhepol im Herzen,
und macht uns nicht
zu klugen Meistern über andere.

Vom Empfangenden geben,
lässt großmütig leben.

Die zielgerichtete Erfüllung
ist außenorientiert,
somit kurzlebig und flüchtig;
die Bereitschaft hingegen ist innenorientiert,
somit jederzeit für alle guten Gaben offen.

Was gedeiht da nicht alles prächtig,
wenn man auf Reisen ist.

Je mehr Distanz zu mir selbst,
umso mehr mögliche Freiheit.

Wenn wir aufhören,
das uns Nichtgenehme wegzuwünschen,
wird Unmögliches möglich.

Nur Weise sind wunschlos.

Alles ist mit allem verbunden,
es braucht oft nur einen gewissen Abstand,
um das zu erkennen.

Der Künstler
ist der Entdecker von Wirklichkeiten,
die der Wissenschaftler nicht sieht.

Dichter verschließen sich nicht,
sie haben den Mut, sich zu äußern.

Wieviel weniger Argwohn, Ärger und Streit
durch ein wenig mehr Abstand,
aber Freundlichkeit.

Nicht so laut sollte die Freude klingen,
sanfter kann sie leichter weiterschwingen.

Wir selbst können
zwar viel für unsere Zufriedenheit tun,
aber wir selbst
können uns nicht glücklich machen.

Finde etwas für dein Herz,
das lindert gleich so manchen Schmerz.

Es ist die Gefühlsdistanz,
die hellsichtig macht.

Der eine sagt nichts,
der andere schweigt.

Bedachte Ruhe
nimmt den Druck aus dem Kessel.

Ich schließe meine Augen
und schaue mich selber an.

Lesen schenkt innere Zuwendung.

Das Wort lebt vom Gedanken,
die Gedanken aber vom Schweigen.

Verheißung vermittelt,
wie Unvorstellbares heißen kann.

Rätsel und Geheimnis sind sich nicht gleich.
Rätsel wollen gelöst,
Geheimnisse vertieft werden.

Am Ende müssen wir nur eins:
Loslassen.

Soweit möglich, sollten wir
mit den alten Fragen noch die Alten fragen.

Oft erst im Rückblick erscheint alles als Geschenk,
da geht uns auf: Nichts war und ist selbstverständlich.

Irgendwann sind wir ganz mit uns allein.

Abschied ist Aufbruch –
irgendwann ist das zeit-gemäß.

Der Körper und seine Sinne

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Der Verstand ist das geistige Sehvermögen,
die Liebe die seelische Erkenntnis.

Folge auch mal deinem Herzen,
das muss der Verstand ja nicht wissen.

Liebe ist nicht,
Liebe wird.

Die Wünsche der Frauen fliegen,
die der Männer gehen zu Fuß.
Und doch sehen die Männer weiter,
die Frauen aber tiefer.

Jemanden ansehen
schenkt Ansehen.

Ein Lot Glück, das reicht oft schon,
bei zu viel Glück wird alles zur Gewohnheit.

Über die Liebe
wurde schon alles gesagt und geschrieben;
wäre nur ein Bruchteil davon betrieben,
wäre viel Elend erspart uns geblieben.

Was die Liebe so schwierig macht,
sind unsere Vorlieben.

Das Zauberwort der Liebe heißt „für dich“.
Das Zauberwort der Triebe heißt „für mich“.

Was wider die Eigenliebe,
ist wider die Liebe.

Je tiefer das Minderwertigkeitsgefühl,
umso höher das Geltungsbedürfnis.

Etwas Glück reicht oft schon;
bei zu viel Glück wird alles zur Gewohnheit.

Liebe möchte mehr sein,
als selbst etwas zu sein.

Es machen sich just jene selbst unberührbar,
die allzu dezent den größten Wunsch nach Berührung haben.

Die Liebe ist eine tolle Krankheit,
da müssen gleich immer zwei ins Bett!

Ist unser Innerstes versteppt,
können aus den Quellen unserer Seele keine Tränen mehr rinnen,
dieses Herzenswasser, was befreit und reinigt.

Hinter einem Ja steht immer ein Sternchen
mit einem Verheißungsvermerk.

Um sich selbst Bedeutung zu geben,
binden hilflose Helfer
gern Liebesobjekte an sich.

Die Liebe kommt der Bitte zuvor.

Der Weg zur Entfaltung der Liebe
führt aus dem Bewusstsein des Mangels.

In der Liebe hat der Mangel keinen Platz.

Fühlen wir uns ungeliebt,
erwarten wir immer etwas von anderen.

Ungeliebte tragen ihre Identität
wie ein Schutzschild vor sich her.

Die Liebe bewahrt uns davor,
dass wir uns in uns selbst verschließen.

Ohne die Liebe wird der Mensch
zum bloßen Funktionsträger.

Wenn der Mensch denkt, so handelt er,
wenn er liebt, so ist er.

Unsere Rettung ist die Liebe,
nur die Liebe.

Die Angst klopft an die Tür –
die Liebe öffnet. Nanu …
Niemand da.

Wird der Liebe die Tür geöffnet,
wird aus einem Haus ein Zuhause.

Die Liebe schlüpft gern
in ein vertrauenswürdiges Lächeln.

In einem Lächeln leuchtet die Liebe
durch und durch.

Bist du traurig, hast du Sorgen,
kann ich dir mein Lächeln borgen.
Nimm es nur und nutz es gut,
dass es gute Wirkung tut.
Hilft es dir und bringt’s dir Glück,
so bring es mir auch mal zurück.

Für die große Wäsche des Lebens
sind Liebe und Freude
die besten Waschmittel.

Freude ist mehr als Dank für etwas;
Freude feiert Bejahendes,
in der Freude sprüht die Liebe.

Liebe heißt Jasagenkönnen.

Liebe neutralisiert Eigenwilligkeiten.

Liebe und Vertrauen sind Zwillinge.

Liebe ist Liebe,
ob himmlisch, ob trist;
wir machen die Liebe
zu dem, was sie ist.

Niemand kann die Liebe besiegen.

Die Liebe
ist die schönste Friedensbewegung …

Umarmt zählt das Fühlen, nicht das Denken;
umarmt will das Leben uns reich beschenken.
Umarmungen machen glücklich und frei,
sie entfesseln staunend wie Zauberei.
Wir können uns wahrlich hier im Leben
gar nicht genug Umarmungen geben.

Wichtig ist, dass wir lieben,
nicht, wie toll wir lieben.

Heiße Tränen trocknen schnell.

Geht es um die wahre Liebe,
stolpern die Lustspielfiguren.

Der Mensch
kann seine Leidenschaften befriedigen,
aber die Leidenschaften
können den Mensch nicht befriedigen.

Liebe gedeiht nur schlecht in einem Beet,
das ständig mit frischen Bettlaken
bezogen wird.

Schlafen Mann und Frau
auch auf demselben Kissen,
so haben sie doch unterschiedliche Träume.

Was Frauen bis ans Herz geht,
geht Männern bis zum Knie.

Ich liebe die Liebe,
die Liebe liebt mich,
doch die, die ich liebe,
liebt mich leider nicht.

Verlieren wir über die Liebe
wohl auch mal den Verstand,
so ist das allemal besser,
als über den Verstand
die Liebe zu verlieren.

Freundschaft ist Liebe mit Verstand.

Liebe ist wie die Zahl Pi,
wichtig und doch irrational,
gleichwohl aber wesentlich.

Aus der Versöhnung von Macht und Liebe
kann sogar Liebesmacht werden!

Warum nur möchten alle wissen, was Liebe ist?
Reicht es nicht zu wissen, was Liebe nicht ist?

Fragt Adam: „Liebst du mich?“,
antwortet Eva: „Ja, wen denn sonst?“

Wenn du nicht hast, was du liebst,
liebe das, was du hast.

Die Liebe ist ein Spiel ohne Gewinner.

Liebe braucht immer auch
die Bereitschaft zur Liebe!

Liebe schaut auf die Rosen,
nicht auf die Dornen.

Der Liebe Zungenschlag ist der Kuss.

Liebe in Worten gibt’s allerorten,
doch auf Liebe in Taten
muss man lange oft warten.

Ersetzen wir das Wörtchen wichtig
durch das Wort wesentlich,
schimmert sogleich etwas Liebe mit durch.

Liebe zerbröselt,
je mehr man über sie nachdenkt.

Liebe ist das,
was das Herz singen lässt.

Weil Sehnsucht die Liebe treibt,
wirkt die Liebe über die Vernunft hinaus.

Die Lieb‘ ist kein Durchsuchungsfall,
sie ist nirgends und doch überall.

Die Liebe
ermöglicht über ein äußeres Kennen
ein inneres Erkennen.

In der Liebe
sind wir im Einklang mit uns selbst.

Liebe ist das,
was wir für sie empfinden.

In der Liebe darf man darauf vertrauen,
dass auch das Wenige nicht vergeblich ist.

Solange man liebt,
ist man gut genug.

Nur im Mut zu mir selbst
kann ich mich auch anderen zumuten.

In der Liebe
finden wir uns im Einklang mit uns selbst.

Wähle deine Liebe
und dann liebe deine Wahl.

Die gegenseitige Vergewisserung
stärkt die Gewissheit.

Liebe kühlt ab,
wenn ihre Gesten nicht mehr wärmen
und ihre Worte sich versachlichen.

Liebe heißt: Ja sagen können.
Ein Ja, aber …
hat sich schon der Liebe entzogen.

Eng verknüpft mit der Verlässlichkeit
ist die Verlassenheit.

Die Liebe entfliegt,
wenn zu leicht gehalten –
und danieder sie liegt,
wenn zu fest gehalten.

Vier Augen, ein Blick,
die taugen fürs Glück.

So wichtig es auch ist,
zu wissen, welchen Weg man geht,
so ist es nicht weniger wichtig,
zu wissen, mit wem man ihn geht.

Es lassen sich nicht in einer Zeit
unverbindlicher Lebensbedingungen
verbindliche Lebensentscheidungen treffen.

Auf gut Glück eine Ehe führen zu wollen,
wird schnell zum Unglück.

In der Ehe lernen wir auch für die Ehe.

Die Liebe ist vergleichbar
mit der Achse eines Wagens,
die hält und trägt, und nur so,
immer wieder stabilisierend,
Belastung und Bewegung ermöglicht.

Die Liebe kennt Wege,
die der Verstand nicht kennt.

Liebe bedeutet nicht, dass es einfach ist,
aber dass es der Mühe wert ist.

Lässt nur die Liebe alleine uns leben,
so meinen die rankenden Rotweinreben,
sie könnten dazu gern etwas mehr noch wohl geben.

Wie schal wäre das Leben,
ohne die Lust am Schönen.

Mag die Liebe auch blind machen,
so sieht die Eifersucht Gespenster.

Liebe sieht scharf,
doch der Hass oft noch stärker;
am schärfsten aber sieht die Eifersucht,
denn sie ist Liebe + Hass.

Die Eifersucht
ist auf die eigene Beachtung fixiert;
sie ist also eine Liebe ohne Achtung.

Das Erwürgen der Liebe
beginnt mit der Ehrfurchtslosigkeit.

Hass ist hartgepresste Liebe.

Zweifelt die Liebe,
so lass sie gehen,
denn zweifelnde Liebe
kann niemals bestehen.

Das Zauberwort der Liebe heißt „für dich“.
Das Zauberwort der Triebe heißt „für mich“.

Je tiefer das Minderwertigkeitsgefühl,
umso höher das Geltungsbedürfnis.

Etwas Glück reicht oft schon;
bei zu viel Glück wird alles zur Gewohnheit.

Geht die Liebe, so ist es nicht die Liebe.

Alte Liebe frostet nicht.

Liebe ist wie ein herrliches Vollbad:
Einlassen ist erst mal das Wichtigste.
Hält man es dann schön warm,
lässt es sich gut darin aushalten –
so lange gar, bis man schrumpelig ist.

Nicht Glück haben,
Glück empfinden, darauf kommt es an.

Das Glück lässt sich gerne
durch schöne Erinnerungen kitzeln.

Ein Augenblick, der unser Herz berührt,
geht niemals verloren.

Nichts prägt schöner die Erinnerung
als die Liebe.

Liebe braucht Muße,
auch Erinnerungsmuße.

In einem Lächeln leuchtet die Liebe
durch und durch.

Mit Herz und Sinn wird uns schnell klar,
eines ist und bleibt stets wahr:
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
es darf auch gerne mehr noch sein.
Wer offen dazu ist bereit,
der fördert Glück und Menschlichkeit.

Wahre Liebe
sprudelt aus einer spirituellen Quelle.

Jenseits der Liebe beginnt die Gnade.

Gesundheit

In jeder Heilung
steckt immer auch ein Quantum Selbstheilung.

Die Liebe hat immer ein schönes Geschenk im Gepäck:
Die Gesundheit

Die Liebe
gehört mit auf jedes Rezept.

Ohne seelischen Halt
leben wir auf Kosten unserer Nerven.

Soziale Defizite
führen zu chronischen Leiden.

Der Mensch wird krank,
bevor er krank ist.

Die Gesunden und die Kranken
haben zweierlei Gedanken.

Das was uns krank macht,
ist nicht so sehr das, was wir essen,
sondern das,
was wir unserem Geist so alles zumuten.

Was Geist und Seele nicht schaffen,
bleibt im Körper hängen.

Der Urschmerz heißt Trennung.

Die Seele verrät uns mehr,
als der Verstand uns sagen kann.

Wenn ein Dialog
besondere Beachtung verdient,
so ist es der Dialog zwischen Leib und Seele.

Leitet die Gesundheit
den Blick nach außen,
so leitet ihn die Krankheit nach innen.

Krankheit ist ein Korrektiv.

Zum gesunden Leben gehört beides,
das schlagende Herz
und das schlagende Gewissen.

Kein Grat ist so schmal
wie zwischen Lust und Verlust.

Heilung ist mehr ein Prozess,
als eine Reparatur.

Zur Gesundheit gehört unbedingt auch
eine Hygiene des Geistes und der Seele.

Empfindungen durch Geist und Bewusstsein
sind nur durch höhere Einwirkungen möglich.

Sich von Berührbarem anrühren zu lassen,
weckt heilende Kräfte.

Stille reinigt.

Im Mineral zeigt sich die Schöpfung,
in der Pflanze blüht sie auf,
im Tier wird sie erlebbar
und in uns Menschen wird sie uns bewusst.

Unser Körper
ist nicht nur ein physisches Kunstwerk,
er ist ein kosmischer Informationsträger;
ein irdisches Bindeglied
zum Transzendenten.

Im Unsagbaren verbirgt sich viel Heilung.

Was die Blüte einer Blume uns sagen kann,
kann kein Arzt uns verordnen.

Ob wir alt oder jung sind:
Die Augenblickshingabe
überhöht allerlei Beschwerden.

Durch eine maßlose Außenorientierung
sind wir kaum noch in der Lage,
die authentischen Signale unseres Körpers
adäquat wahrzunehmen.

Das Bewusstwerden
der hellen Seiten unseres Lebens,
lässt uns die dunklen Seiten besser ertragen.

Was wir mit Glückseligkeit meinen,
ist ein Durchwirktsein von heilenden Kräften.

Sich seinen Überschuss
an Unverdientem bewusst zu machen,
schenkt Trost und Kraft,
nicht nur in schweren Stunden.

Freude ist eine gesunde,
stärkende Kost.

Ein böses Wort
kann Gesunde krank machen.
Ein gutes Wort
kann aber auch Kranke gesund machen.

Was im Dienst
einer ersprießlichen Lebendigkeit geschieht,
ist auch immer gesund und kann keine Qual sein.

Zwar lassen sich
die Alltagsanforderungen nicht umgehen,
wie wir aber damit umgehen,
ist ausschlaggebend dafür,
wie es uns geht.

Gesunde kennen ihren Reichtum nicht.

Das Erstaunliche am gesunden Schlaf ist,
dass er uns von uns selbst entrückt.
Erkenntnis:
Vergessen wir uns selbst, geht es uns gut.

Es gibt Menschen,
die fühlen sich nicht gesund,
wenn sie nicht krank sind …

Was ein Pupser oft löst,
nimmt den Hypochonder gefangen.

Schlimmer als die Krankheit selbst
sind ideologische Krankheitsdeutungen.

Immer nur sich selbst verwöhnen
fördert Missmut nur und Stöhnen.

Ein sinnvoller Verzicht
weckt Heilkräfte.

Die Gesundheit
hat ihren zweiten Wohnsitz im Garten.

Das verleiht die nöt’ge Kraft,
mit Liebe tun, was man so schafft,
und das – gemach, gemach –
immer schön der Reihe nach.

Will der Kopf zwei Schritte tun,
stolpert das Herz.

Wer seinen Rhythmus verliert,
verliert seine Vitalität.

Die gesunden Fundamente sind
Maß, Ordnung und Zeit.

Die bewusste Einhaltung von Regeln
zur Strukturierung der Lebensordnung
ist ein leib-seelisches Therapeutikum,
das als Gesundheitsprophylaxe
unverzichtbar ist.

Ethik, Sitte und Moral

Das Gefühl, in Ordnung zu sein

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Nachdenken über Lebenschancen,
verbessert Überlebenschancen.

Was dich nach außen hin so hält und hebt,
ist wenig wert,
wenn etwas in dir selbst nicht lebt,
was Zuversicht und Sinn beschert.

Die Freude und ein Kreuz dazu
schenkt Heiterkeit als auch wohl Ruh;
denn ohne Kreuz scheint Freude leer
und ohne Freud das Kreuz zu schwer.

Lebenswert ist (nur) das,
was als Lebens-Wert erkannt,
geachtet und gelebt wird.

Werte sind kein starres Band,
sie sind der Kompass in der Hand
zu Ehrlichkeit und Mut zur Tat;
sie zeigen uns den rechten Pfad,
um später nicht was zu bereu’n.
Drum lasst uns wertvoll menschlich sein.

Wir können die Welt nicht beobachten,
ohne sie durch unsere Beobachtungen zu verändern.

Trennen scheidet,
Unterscheiden klärt.

Visionen ohne Herz und Seele
verwahnen in Anarchie.

Gute Gedanken, wie funkelndes Licht,
schenken Glauben in Drangsal, mit Zuversicht;
sie deuten den Sinn über den Makel hinaus,
vertreiben durch Langmut die Trübsal im Haus.

Fakten ziehen Mauern,
das Vertrauen öffnet die Tür.

Dankbarkeit kann man nicht erwarten,
man kann sie nur erbringen.

Unser Dilemma auf Erden ist,
dass der Mensch sich für das Maß der Dinge hält,
ohne selbst Maß halten zu können.

Werte schreibt man mit dem Füller,
Bilanzen mit dem Bleistift.

Die Bedeutung, die eine Wahrnehmung hat,
geben wir ihr selbst.

Die Erfahrung ist nicht nur gespeichertes Erleben.
Was aus dem Widerfahrenen ein Erlebnis macht,
ist die Deutung des Erlebten.

Einstellungen sind wichtiger als Tatsachen.

Es sind mir die Bewährten lieber, als die Bewahrten.

Reife wächst im sinnvollen Fügen dessen,
was beschieden ist.

Das Seltsame an den kleinen Dingen ist ihre Macht,
ein ganzes Leben verändern zu können.

Manche Menschen tragen schwere Ereignisse in sich
und dennoch besondere Gaben.

Der Worte Spur
führt zur Kultur –
oder Tortur.

Erst wenn das Leid akzeptiert ist,
hört das Leiden am Leid auf.

Alle Heilung ist Aussöhnung.

Warum statt wieder die Beliebigkeit,
nicht lieber wider die Beliebigkeit?

Im aufgeblähten Neutrum verblasst der Charakter.

Das Böse ist die Verweigerung,
sich zum Ganzen hin zu öffnen.

Die Tugend erkennt aus der Mitte heraus die Grenzen.

Oft sind es bequeme Menschen,
die allzu gehorsam sind.

Nur Loslassen führt ins Leere.
Richtiges Loslassen bedeutet ein Zulassen von etwas Anderem.

Der letzte Grund jeder Tat ist der Täter selbst.

Oft zeigt sich erst durch ichhafte Wirrungen hindurch
der Sinn.

Wesentlich ist weniger das, was gesagt wird,
als das, wie es gesagt wird.

Ein Name ist mehr als nur ein Wort.

Namen, die etwas verklären,
erklären kaum noch etwas.

Bei jeder Behauptung stellt sich die Frage:
„Weißt du alles, um so urteilen zu können?“

Das Geheimnis der Weisheit?
Im Ende einen Anfang finden.

Was immer wichtig ist:
Hochhalten, was uns hochhält.

Religiosität
Sinn, Zuversicht, Gottvertrauen
Das Ende als Wende – Trauersprüche

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Leben wir wohl nicht alle
aus einer Kraft,
die größer ist, als wir selbst?

Der Glaube ist ein stilles Licht,
das durch dunkle Wolken bricht.
Kein großes Wissen, kein Beweis,
strahlt umso mehr daraus Geheiß.

Auf die innere Stimme hören,
ohne auf sie zu hören,
wird Herz und Seele
heillos stören.

Uns bringt die Wissenschaft zwar Licht,
doch oft den Sinn dafür noch nicht.

Neben der Pedanterei
wird der Geist erst richtig frei,
wenn er kann Grenzen überschreiten,
um sich in Höherem zu weiten.

Auf dass wir nicht verkommen:
Wir kommen nicht von irgendwo
und enden nicht im Nirgendwo.

Bekommt der Glaube Risse,
beginnt eine Reise ins Ungewisse.

Wir hielten die Erde einmal für den Mittelpunkt unseres Universums;
es dauerte lange, sich von diesem Irrtum zu trennen.
Heute meinen viele immer noch, unser Ich sei die Mitte unseres Wesens;
wie lange wird es noch wohl dauern,
bis wir uns von diesem Irrtum trennen?

Es ist immer das eine im andern,
nicht das eine hier und das andere dort.

In den Gedanken wabert der Zweifel – die Sinne aber trügen nicht.
Die Sinne sind Gott näher als unsere geistigen Fiktionen.

Leben ist nur im Augenblick.
Erfüllte Augenblicke füllen die Zeit.

Je mehr Aber, 
umso mehr Aberglaube.

Der Zweifel macht unruhig,
der Glaube beruhigt.

Ob Glaube gesund macht?
Wohl mehr noch, er macht heil.

Die Seele kennt kein Mittelmaß.

Unser Leben endet nicht mit einem Punkt,
sondern mit einem Doppelpunkt.

Was unser Leben so anstrengend macht,
wir vergessen die Gnade.

Im Gebet fängt sich der Mensch.

Gott finden heißt, seinen Ruf als Berufung wahrzunehmen,
da kann kein anderer für uns selbst eintreten.

Im Christlichen liegt „dein Wille geschehe“
genau zwischen Widerstand und Ergebung
und dann in Hingabe mündet.

Das Wunder verbirgt sich im Alltäglichen.

Der Körper erhält.
Der Geist erhellt.
Die Seele durchstrahlt.

Gott wirkt und der Mensch wird.

Zwar ist Gott ohne Gestalt,
aber er ist die Gestaltungskraft in jeder Gestalt.

Das Vertrackte am sogenannten besten Willen ist,
dass er versucht ist,
Glaube und Spiritualität zu seiner Sache zu machen.

Unsere Glaubensgespräche sollten menschlicher werden,
und unsere säkularisierten Gespräche gläubiger.

Je nach kultureller Entwicklung
durchlaufen Religionen unterschiedliche Entwicklungsgrade –
dabei hat jede Stufe ihre Berechtigung, nur nicht dann,
wenn sie dort steckenbleibt und Allgemeingültigkeit für sich beansprucht.
Es mögen die gleichen Wahrheiten bleiben,
aber sie werden auf jeder Stufe im Licht der Zeit unterschiedlich gedeutet.

Die klassischen Glaubenswege
sind wie die Landkarten des Geistes.

Transzendentes kann nicht zerfallen, da es keine Teile hat.
Somit wäre es auch widersinnig,
die Seele als unsterblich zu bezeichnen,
da die Seele keine Struktur hat,
bei der Sterblichkeit bzw. Unsterblichkeit impliziert wäre.

Was nicht angenommen wird,
kann sich nicht verwandeln.

Die Bibel ist anders zu lesen als eine Zeitung.

Wer glaubt, traut Gott uneingeschränkt alles Gute zu.

Gebete sind immer auch so etwas wie
seelische Orientierungsgespräche.

Seelsorge gleicht zwei offenen Armen,
in denen man sich sicher und geborgen,
aber nicht eingeengt fühlt.

Meditation
spürt dem Wunder der Wandlung nach.

Alles, was ist,
ist von Gott her im großen Zusammenhang der Schöpfung
auf ihn hin ausgerichtet.

Ich möchte glauben, dort,
wo ich das Ganze nicht mehr sehe
und ich als Mensch es nicht verstehe;
da, wo verstummt das klügste Wort.
Ich weiß in Demut, dass mein Blick
das Ganze nicht erkennen kann.
Doch glaub ich, dass ich irgendwann
weit mehr erkenn‘, als nur ein Stück.
(1. Kor 13,12)

Ein stärkender Glaube
lebt von glaubwürdigen Projektionen.

Aufhören zu bitten, das heißt,
aufhören zu glauben.

Glaube
ist der Beschützer unserer Scheidewege.

Wir leben in einer Welt
mit vielen Wirklichkeiten;
die alle auf eine ursächliche
Wirklichkeit hinweisen.

Angst zerbricht
an glaubensstarker Zuversicht.

Ein guter Glaube vertraut Glaubensinhalten
mit lebensförderlichen Aussagen,
die in einem Bekenntnis münden
und sich in ansprechenden Symbolen
sinnvoll zu verdeutlicht suchen.

Gebet ist Herzpoesie.

Wir leben in einer Wirklichkeit,
die alle auf eine ursächliche Wirklichkeit hinweisen.

Das Gebet lässt ruhig werden,
ohne seine Ruhe haben zu wollen;
denn da möchte etwas weiterwirken.

Sich Gott schweigend zu nähern
ist förderlicher, als über ihn zu reden.

Wir denken oft
zu „selbst-verständlich“ von Gott.

In der Ruhe regt sich die Seele,
um uns in den Sinn zu kommen.

Gebet und Gesang
sind das Einatmen der Seele,
Stille und Schweigen
das Ausatmen.

Sich von Berührtem anrühren zu lassen,
gleicht einem Gebet –
dabei scheint das Unberührbare durch.

Erst die Bereitschaft,
in das Schweigen zu horchen, ermöglicht es,
seiner inneren Stimme zu gehorchen.

Besser glauben,
als grübeln.

Glauben beginnt in der Bereitschaft,
Vertrauen gegen Kontrolle einzutauschen.

Überzeugungen zu sammeln,
ersetzt keinen Glauben.

Das Gegenteil vom Glauben
ist nicht Unglaube, sondern Misstrauen.

Glaube und Sinn sind heilende Fiktionen,
die jenseits dessen liegen,
was Wissenschaft und Vernunft
dem Menschen geben können.

Unsere Glaubensgespräche sollten menschlicher
und unsere säkularisierten Gespräche gläubiger werden.

Die klassischen Glaubenswege
gleichen Landkarten des menschlichen Geistes.

Es ist immer das eine im andern,
nicht das eine hier und das andere dort.

Leben ist nur im Augenblick.
Dabei füllen nur die erfüllten Augenblicke die Zeit.

Der Glaube ist nicht das Heil,
er ist der Weg zum Heil.

Das Heil ist nicht für alle gleich,
jeder ist auf seine Art am Heil mitbeteiligt.

Hoffnung und Zuversicht
gibt es nur für die Nichtfertigen,
für die Suchenden, die darauf vertrauen,
dass das Wesentliche noch kommt.

Was unser Leben so anstrengend macht?
Wir vergessen die Gnade.

Die stärksten seelischen Kräfte
sind das Staunen und die Erschütterung.

Nicht Gott hört auf, Gott zu sein,
weil angeblich die Menschen seiner nicht bedürfen,
wohl aber wird der Mensch weniger Mensch,
wenn er glaubt,
ohne Gott, Mensch sein zu können.

Im Prozess gegen Gott
macht man sich selbst zum Götzen.

Wer Religion bekämpft,
schlägt sich den Kopf am Sinn des Lebens.

Schaffen auch wohl immer mal wieder
einige Staaten Gott ab,
so ist und bleibt Gott dagegen
ja nun doch erstaunlich tolerant.

Ohne Gott Häm‘ und Spott.

Wo Frieden, da Gott.

Man kann ohne Gott leben,
mit ihm aber lebt es sich besser.

Gott geht dem entgegen,
der zu ihm kommen will.

„Vielleicht“ reicht nicht für Gott,
aber es ist schon mal ein guter Anfang.

Fehlt dem Glauben die innere Gewissheit,
hat der Aberglaube leichtes Spiel.

Unausgesprochen verbirgt sich im Glauben
eine vertrauensvolle Offenheit;
wer hingegen seinen Glauben
durch letzte Gewissheiten absichern will,
verfällt dem Aberglauben.

Aller Aberglaube
ist ein Glaube mit einem Aber.

Die Fenster zu Gott
sind keine Schaufenster.

Gott und der Glaube
sind keine emotionalen Handelsgüter
einer spirituellen Marktwirtschaft.

Wir können nicht etwas von Gott wollen,
ohne ihn nicht auch selbst zu wollen.

Brechen stärkende Obervorstellungen,
drängen furchterregende Untervorstellungen nach oben.

Religion darf keine geordnete Magie sein.
Die Magie verfällt dem Wahn,
Gott in die Verfügungsgewalt des Menschen zu bekommen.

Der christliche Glaube hat Konsequenzen.

Wer glaubt, nimmt alles ins Gebet.

Spiritualität, die Konflikte verharmlost,
säuselt um sich selbst.

Nicht wo der Himmel ist, ist Gott;
sondern wo Gott ist, ist der Himmel.

Glaube ist alles andere als „Ja und Amen“.

Ja sicher gibt es die Sünde!
Wie immer wir es nennen,
Sünde ist der Widerspruch zur eigenen Vernunft.

Was wir Sünde nennen, ist entweder
ein widernatürliches Verhalten
oder die Tat wurzelt in einem Mangel
an gesunder Selbsterkenntnis,
indem man sich etwas anmaßt,
was einem gar nicht zusteht.

Schlimmer noch als die Sünde selbst
ist der blinde Trotz, einfach so zu tun,
als ob alles in Ordnung wäre.

Wird die Sünde geleugnet,
feiert der Teufel fröhliche Urständ.

Vermeide die erste Sünde
und du ersparst dir viele andere.

Sünde „sondert ab“.

Es gibt eine Kreisbewegung
zwischen Glauben und Vernunft.
Der Kreis schließt sich mit dem Gewissen.

Propheten verkünden Gottes Auflehnung
gegen Sünd‘ und Schande in der Welt.

Es fehlt am nötigen Biss,
je mehr der religiöse Jargon ausleiert.

Was besonders die Kirche auch sein soll?
Eine heilsame Widerstandsbewegung
gegen die Gleichgültigkeit der Welt.

Der Kernsatz der Frohen Botschaft lautet:
Fürchte dich nicht.

Je stärker der Sinnanruf,
umso deutlicher das Bekenntnis
und umso überzeugender die Tat.

To make the best of it:
Das Beste ist, das Beste daraus zu machen.

Gott gibt seine Gnade nicht auf Vorschuss.

Wer von Gott spricht,
muss nach vorne hin offen sein.

Glaube ist Bejahung.

Gott wirkt durch Zweitursachen:
Schöpfung, Natur und Kreatur.

So wie in jedem Wassertropfen Wasser
und in jedem Funken Feuer ist,
ist auch in jedem Geschöpf der Schöpfer.

Wenn wir von Naturgesetzen reden,
stellt sich die Frage nach dem Gesetzgeber.
Schuf Gott das Meer, bauten wir die Schiffe,
er schuf den Wind, wir die Segel.
Selbst bei Windstille noch
inspirierte sein Heiliger Geist uns,
zu rudern.

Das ist der stärkste Glaubenssatz:
Selbst größtes Unglück
soll niemals zum Unheil werden.

Als Menschen
stehen wir mit den Füßen auf der Erde
und berühren mit der Stirn den Himmel.

Je ungewisser das Empfinden,
umso notwendiger das Gebet.

Zweifel, der die Hoffnung erwürgt,
mündet in Verzweiflung.

Unser Leben schwankt zwischen
Verheißung und Verhängnis;
der Mythos bringt beides in die Waage.

Wer glaubt, braucht keine Beweise,
Hinweise genügen ihm.

Glaube verändert nicht die Fakten,
aber den Blick,
mit dem wir die Fakten betrachten.

Alles bleibt sich gleich
und doch ist im Licht des Glaubens
gleich alles ganz anders.

„Die Wahrheit“ in der Religion
bleibt immer unaussprechlich.
Sie ist nicht im Kopf zu finden,
sondern im Empfinden (Joh 18,38).

Von Heiligem geht Heil aus,
das erschüttert.

Da, wo Besonderes geschieht,
scheint die Ewigkeit mit durch.

Wir Menschen sind Doppelwesen,
die als Verpuppung gleichsam
eine höhere Existenz in sich tragen.

Wir leben Wand an Wand
mit dem Absoluten.

Glauben ist immer ein Schritt von sich weg,
hin zu etwas, was über uns hinausweist.

Wenn ich davon ausgehen kann,
im Leben geleitet zu sein,
so bedarf es meinerseits
eine Einwilligung ins Geleitetsein.
Erst das festigt meinen Glauben,
alles andere wären nur schöne Worte.

Glaube? – Ich lasse mich los
und verlasse mich auf Gott.

Gottesdienst gründet in der Bereitschaft,
Gott zu dienen –
nicht die eigenen Vorlieben
beweihräuchern zu lassen.

Im Glauben werden der Wirklichkeit
Möglichkeiten zur Seite gestellt,
die der menschlichen Sehnsucht
tief innerlich entsprechen.

Was wäre ein Fest
ohne Formen und Riten?
Da lädt das festliche Glockengeläut
zu einer besonderen Feier
und im Gottesdienst ist es die Liturgie,
die die Würde dieser Feier wahrt.

Die Marienverehrung
verleiht dem Christentum
Menschlichkeit und Wärme.

Sinnverlust ist die Obdachlosigkeit der Seele.

In jedem Gottesdienst
wird dem Wohlwollen
feierlich Raum gegeben.

Wenn es heißt: „Wie neu geboren“,
so ist genau das mit der Taufe gemeint.

Glaube und Liebe
sind Motivationen des Künftigen,
mit heutiger Wirkung.

Die Mythologie
ist der Ursprung der Geschichte –
und der Weitsprung in die Geschichte …

Wer anders denkt,
denkt manchmal für mich mit.

Wer wäre schon
mit seinem Glauben fertig?
Mit einem fertigen Glauben
kann ich andere fertig machen,
mit einem suchenden andere besuchen.

Die verschiedenen Religionen
lassen sich am ehesten verstehen,
wenn man sich ihre Feste näher betrachtet.

Auf dem Werdegang meines Lebens
erscheint mir „die Kirche“
als ein einladendes Gasthaus,
um gestärkt und zuversichtlich
weitergehen zu können.

Gott ist Stütze mir und Licht;
Gottes Geist verlässt mich nicht.

Das Gebet ermutigt,
ohne Angst seinen Weg
auch mal allein zu gehen.

Hingabe? Ich halte mich Gott hin
und vertraue seiner Gabe.

Hingabe ermöglicht eine leise Berührung;
ganz fein werden wir
im schönsten Sinne des Wortes schwach –
und etwas Großes wird stark …

Ist von Gott die Rede,
ist das Ende der Sprache erreicht.

Gäbe es auch nur zwei glaubensbezeichnende Worte, so wären es Friede und Freude, auf spanisch „Paz y Alegria“. Diese beiden Worte verwendete als Charakteristikum Gottes der mexikanische Bischof Jesús Sahagún de la Parra (* 01.01.1922), Ordinarius der Diözese Tula von 1961 – 1985, als Vermächtnis anlässlich seines einhundertsten Geburtstages am 01.01.2022 in Uruapan, Mexico (Michoacán) – hier im Originalton zu hören:

„Nur durch gegenseitigen Respekt unserer kulturellen Wurzeln sind Fortschritt, Frieden und Freude durch Gottes Heil möglich.“ Jesús Sahagún de la Parra

Behütet und geborgen

Ich möchte Stress mit Ruhe tauschen
einfach da sein, still, geborgen.
So möchte ich nach innen lauschen,
wohlbehütet, ohne Sorgen.

Es atmet mich im Schweigen.
Ich ruhe, ganz ergeben.
Von innen her nun steigen
Bilder auf, die mich beleben.

Statt zu denken, schaue ich.
Transparent schau ich, lichtfein …
Herz und Seele öffnen sich
und lassen Sternenschein hinein.

Ich fühl mich frei, empfinde Weite,
warm durchstrahlt von hellem Licht.
Gott steht schützend mir zu Seite,
es ist, als ob Er mit mir spricht.

Mir zeigt sich, wer ich wirklich bin;
ich seh‘ mich klar auf meinem Weg,
als Ziel voraus mein Lebenssinn
und hinter mir manch Sakrileg.

Seelenruhig wird mir gewiss:
Ich bin behütet und geborgen.
Heil ist alles, ohne Riss,
unbekannt sind Angst und Sorgen.

Kein Kummer kann mich hier erreichen.
Ich atme leicht und unbeschwert,
spür, wie alle Zweifel weichen
und nichts mehr meinen Frieden stört.

Erfüllt von makelloser Harmonie
durchströmt mich heilend, stärkend, rein,
göttlich durchwirkte Energie.
Ich fühl mich niemals mehr allein.

Die physikalische Welt, so wie wir sie (derzeit) sehen,
ist sicher nicht die einzige Realität im Universum.

Das Ende als Wende

 

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Da die Früheren nicht vergangen sind,
sind sie für uns Vorausgegangene,
wie schon von Ewigkeit her vorbestimmt.

Der Tod
ist die Vollendung unserer Geburt.

Am Ende geht es weiter,
doch nun verwandelt und befreiter.

Zwischen heute und morgen
leuchten die Sterne.

Mit dem Tod gibt es keinen Zweifel mehr:
Gott wird uns Sein Leben
mitleben lassen.

Verstorbene sind nicht weg,
sie sind angekommen.

Das Sterben liegt kurz vor dem Ziel,
der Tod dahinter.

Der Tod ist nicht das Ende,
sondern die Wende.

Der Tod wird mit der Geburt mitgeboren;
er ist am Ende kein Umbringen,
sondern ein Vollbringen.

Der Tod ist Er-lösung,
wie auch immer wir es betrachten.

Je größer die Trauer,
umso größer die Liebe.

Des Todes Glanz ist die Dankbarkeit

Der Tod hat nur einen Meister,
die Liebe.

Es ist wider die Natur,
irgendwann nicht mehr sein zu wollen.

Versteht sich ein Ast nur als Ast,
dann ängstigt ihn das Dürrewerden und Abfallen.

Das Endliche
vermag das Unendliche nicht zu fassen.

Am Ende ist der Glaube
der Beschützer unserer Scheidewege.

Unser Sterben ist die End-scheidung
zwischen dem Abschied vom Vielen,
zugunsten des Einen.

Wird der Tod uns zum göttlichen Geheimnis,
können wir getrost das Zeitliche segnen.

Das Schweigen
sagt alles über den Tod.

Du guter Gott, an unserm End
schenk Leben, das kein Ende kennt.
Führ uns durch Jesu treu Geleit
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Gloovensfast
stiärwt wi met Jesu trüü Geleit
int Lecht van Gottes Herrlichkeit.

Wat ick so konn, dat häb ick doon,
vull Toversicht will ick nu gaohn.
Ick gaoh hier ja nich eenfach weg;
ick komm dao an, wo Gott us dräch.

Du guede Gott, an use End
berge us in diene Händ‘;
schenk Lecht un Liäben us bi di,
so dat up ewig wi sind blij.