Ethik, Sitte und Moral
Das Gefühl, in Ordnung zu sein
Unser Dilemma auf Erden ist,
dass der Mensch sich für das Maß der Dinge hält,
ohne selbst Maß halten zu können.
Werte schreibt man mit dem Füller,
Bilanzen mit dem Bleistift.
Die Bedeutung, die eine Wahrnehmung hat,
geben wir ihr selbst.
Die Erfahrung ist nicht nur gespeichertes Erleben.
Was aus dem Widerfahrenen ein Erlebnis macht,
ist die Deutung des Erlebten.
Einstellungen sind wichtiger als Tatsachen.
Es sind mir die Bewährten lieber, als die Bewahrten.
Reife wächst im sinnvollen Fügen dessen,
was beschieden ist.
Das Seltsame an den kleinen Dingen ist ihre Macht,
ein ganzes Leben verändern zu können.
Manche Menschen tragen schwere Ereignisse in sich
und dennoch besondere Gaben.
Der Worte Spur
führt zur Kultur –
oder Tortur.
Erst wenn das Leid akzeptiert ist,
hört das Leiden am Leid auf.
Alle Heilung ist Aussöhnung.
Warum statt wieder die Beliebigkeit,
nicht lieber wider die Beliebigkeit?
Im aufgeblähten Neutrum verblasst der Charakter.
Das Böse ist die Verweigerung,
sich zum Ganzen hin zu öffnen.
Die Tugend erkennt aus der Mitte heraus die Grenzen.
Oft sind es bequeme Menschen,
die allzu gehorsam sind.
Nur Loslassen führt ins Leere.
Richtiges Loslassen bedeutet ein Zulassen von etwas Anderem.
Der letzte Grund jeder Tat ist der Täter selbst.
Oft zeigt sich erst durch ichhafte Wirrungen hindurch
der Sinn.
Wesentlich ist weniger das, was gesagt wird,
als das, wie es gesagt wird.
Ein Name ist mehr als nur ein Wort.
Namen, die etwas verklären,
erklären kaum noch etwas.
Bei jeder Behauptung stellt sich die Frage:
„Weißt du alles, um so urteilen zu können?“
Das Geheimnis der Weisheit?
Im Ende einen Anfang finden.
Was immer wichtig ist:
Hochhalten, was uns hochhält.

