© Otto Pötter
Das große Ich verwehrt das Glück;
das kleine Ich sieht’s Stück für Stück.
Was zählt sind nicht die großen Sachen,
die kleinen sind‘s, die glücklich machen.
© Otto Pötter
Fahrplanstress und Kreisverkehr,
so was gibt es hier nicht mehr;
schauen wie die Wellen rollen,
Robben robbend streun und tollen.
Schlendern auf der Promenade,
wandern, fernab im Gestade;
in warmer Sonne heiß auch träumen,
indes die Wellenkämme schäumen.
Weite weiße Strände,
Dünen ohne Ende;
auf dem Wind die Wolken reiten,
prächtig, bis in ferne Weiten.
Selber locker auch mal trimmen,
radeln, laufen oder schwimmen;
um die Nas‘ gesunde Luft,
in der Nase Bratfischduft.
Den Helgoländer Hummer knacken
und beim Jever Kopp in‘ Nacken.
Doch brauset auch mal der Nordwest,
geht’s kuschelig ins Katennest.
Genießen, träumen, stillvergnügt,
Nordsee, Nordsee, das genügt.
© Otto Pötter
Der Kunstausschuss kam zu dem Schluss,
dass frei zwar wären die Gedanken,
sie dennoch aber bräuchten Schranken,
damit geäußert würde nicht nur Stuss;
das gäbe Anlass oft zur Klage.
Auch gäben bei dem ganzen Schmu,
noch Dussel ihren Senf dazu,
umso heikler würd‘ die Lage.
Wie an der Ems geredet würde,
sei, in spärlichem Gebrauch,
Sprache ohne Schwall und Rauch,
knapp gesätzt und ohne Hürde.
Sprachsparbücher gäb’s sogar;
denn längs der Ems, an jedem Orte,
spare man der vielen Worte
und käme dennoch bestens klar.
© Otto Pötter
Es bellt ein Hund in Bielefeld,
der ebenso wie viele bellt,
jedoch nicht hält,
was er so bellt
und damit andere verprellt.
Wer sich zu uns jedoch gesellt,
dem sei zunächst einmal bestellt,
dass er den Mund wohl besser hält,
statt uns verprellt
und auch so bellt,
wie dieser Hund in Bielefeld.
Ein Wink darum, auch ohne Appelle:
Bitte kein Rebellengebelle.