Woran halte ich mich,
um mich gut zu halten?

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Ein Vortrag zur Orientierung und Stabilisierung

Noch immer weckt das Wort Tugend durch frühere Überzeichnungen von Strenge und Gehorsam ungute Gefühle, die mit Verboten einhergehen. Da erscheint sogleich wieder die Gouvernante mit dem erhobenen Zeigefinger. Das schreckt ab. Besser würde das Bild einer Uhr passen. Jeder weiß, es bedarf Sorgfalt und Pflege, damit eine Uhr richtig geht. Uns geht es nicht viel anders. Richtig gut leben, das klappt nicht von allein, da braucht es gute Orientierungen. Hilfreich dafür sind Tugenden, denn Tugend kommt von „taugen“. Entsprechend verstanden sind Tugenden auch nicht Verbote, sondern Lebensangebote, die Halt geben im Leben, besonders dann, wenn es schwierig wird. Und so wird in diesem Vortrag der Frage nachgegangen: „Woran halte ich mich, um mich gut zu halten?“