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Zitate und Aphorismen

von Otto Pötter

Bild: MVZ Matthias Schrief

Das Leben ist ein Werdegang.

Lebe so, dass etwas von dir nachblüht.

Gute Sprüche, weise Lehren,
muss man üben, nicht nur hören.

Es braucht einen guten Grund,
um nicht zugrunde zu gehn.

Wir verlieren die geistige Freiheit,
weil wir zuvor nicht auf die geistige Würde geachtet haben.

Neu orientieren durch reduzieren.

Nicht was wir gewinnen,
sondern was wir ersparen macht uns reich.

Nur wer loslassen kann,
hat auch sein Leben im Griff.

Muße ist das Gegenteil von müssen.

Froh sein können hat mit Können zu tun.
Im Prinzip wär alles froh und heiter,
gäb’s bloß nicht die Prinzipienreiter!

Häng dein Herz an etwas –
und du blühst auf.

Es gilt, beschaulich(er) zu leben.
Wir müssen uns in Betracht ziehen.

Glück liegt im Sich-finden;
Unglück im Sich-verlieren.

Immer nur selbst sich verwöhnen,
fördert Missmut nur und Stöhnen.

Es weckt unsre Stärke ein sinnvolles Ziel;
wir wollen das Beste – und doch nicht zuviel.

Die besten Sinnelemente sind
Maß, Ordnung und Zeit.

Wer kein Maß halten kann,
der hat sein Pulver schnell verschossen.

Laster blendet – Überwindung leuchtet.

Begehrlichkeit erstickt das Gefühl
für das wirklich Wichtige.

Die Hauptursache von Verdruss und Unzufriedenheit
ist die Dankbarkeitsvergessenheit.

Sinn ist eine heilende Fiktion,
die jenseits dessen liegt,
was Vernunft und Wissenschaft
uns Menschen geben kann.

Wenn stärkende Obervorstellungen zerbrechen,
drängen furchterregende Untervorstellungen nach oben.

Sinnverlust
ist die Obdachlosigkeit unserer Sehnsüchte.

Während die Freude oft flüchtig ist,
kann die Traurigkeit auch hellhörig machen für mehr.

Nur sinnvolle Beweggründe
machen uns zuversichtlich und stark.

Niemand kann dir den Frieden nehmen,
wenn du ihn in dir trägst.

Wer achtsam etwas tut,
stellt einen Sinnzusammenhang her,
hin zu mehr.

„Das kann ich nicht“, heißt oft nichts anderes als:
„Das will ich nicht.“

Erst in der Stille
lassen sich sinnvolle Erklärungen finden.

Durch ein wenig mehr Ruhe und Umsicht
gewinnt das Denken und Tun
sogleich viel mehr an Bedeutung.

Worte wirken weiter.

Das Wort lebt vom Gedanken;
der Gedanke aber vom Schweigen.

Jedes Ideal ist bedroht
von voreiligen Deutungen.

Gabe ist immer Aufgabe zugleich.

Ein Glückskind strebt auf etwas hin,
ein Griesgram sieht in nichts noch Sinn.

Erlösung setzt voraus,
sich aus seinen eigenen Zwängen zu lösen.

Der Erlösung geht immer eine Lösung voraus.

Enttäuschungen sind bittere Antworten
auf falsche Erwartungen.

Bewusster leben, belebt;
gedankenlos leben, verlebt.

Lass dich nicht gehen – gehe lieber selbst.

Stress ist weniger eine Frage der Zeit,
sondern vielmehr eine Frage des Lebensstils.

Fehlt die Kraft der Einsicht und Geduld,
ist das Temperament größer als die Klugheit.

Auch der umgedrehte Spieß
ist ein Spieß.

Ein böses Wort kann auch die Guten böse machen;
doch kann ein gutes Wort auch die Bösen gut machen.

Steht der Mensch im Mittelpunkt
oder ist er nur (noch) Mittel –
Punkt?

Es wird nur anders, wenn wir uns ändern.

Statt zu fragen: Was ist für mich gut,
frage lieber: Wofür bin ich (noch) gut?

Besser Licht machen
statt dicht machen.

Ein Blick ohne Einblick
trübt Durchblick und Weitblick.

Hintergedanken sind hindernde Gedanken.

Die Gesunden und die Kranken
haben zweierlei Gedanken.

Wir sind verdreht,
wenn unsere Gedanken verdreht sind.

Verschenke an hektischen Tagen
eine stille Weile an dich;
denn die, die nur jagen und klagen,
verlieren durch wirre Gedanken sich.

Nicht Glück haben, Glück empfinden,
darauf kommt es an.

Wir sind nicht das Gute selbst,
sondern nehmen nur daran teil.

Glück hängt nicht davon ab, was man hat,
sondern was man ist.

Dem Tüchtigen strahlt sein Gesicht;
das Glück alleine macht es nicht.

Hoffnung und Zuversicht werden umso stärker,
je mehr wir Gutes tun.

Wird der Mammon zum Gott,
frisst dieser Gott seine Kinder.

Wer zu Gott aufschauen kann,
kann auf die Menschen nicht herabschauen.

Was hilft, ist keine Herabminderung der Ratio,
sondern eine Paarung von Ratio und Sapentia cordis,
also eine Symbiose
von Intelligenz und Herzensweisheit.

Angst zerbricht
an glaubensstarker Zuversicht.

Je ungewisser das Empfinden,
umso notwendiger das Gebet.

Liegt in der Trauer Zuversicht,
glimmt auch im Dunkeln noch ein Licht.

Wenn Älterwerden verklärt,
gibt’s kaum noch was, was stört.

Wenn du etwas nicht ändern kannst,
ist das ein Aufruf, dich selbst zu ändern.

Liegt nicht in jeder Lebenslage
die Chance zur sinnerfüllten Tat?
Verstummt nicht selbst die größte Klage,
wenn man sein Ja gesprochen hat?

Reifen ist schöner als altern.

Mit zunehmendem Alter
wächst uns das Maß zu.
Die Jugend ist ein Geschenk,
das Altern eine Kunst.

Je größer unsere Reife,
umso tiefer unser Mitgefühl.

Wir schimpfen oft bei vielen Sachen:
„Das ist ja gar nicht mehr zum Lachen!“
Dann lach ich trotzdem, weil ich meine,
es wird nicht besser, wenn ich weine.